Bitburger Straße im Sommer acht Wochen gesperrt

Bitburger Straße im Sommer acht Wochen gesperrt

Pendler aufgepasst: Im Sommer 2012 muss der untere Teil der Bitburger Straße voraussichtlich zwei Monate lang wegen Bauarbeiten für Autos voll gesperrt werden. Fachhochschule und Weißhauswald sind dann nur zu Fuß oder per Rad von der Stadt aus zu erreichen. Insgesamt dauern die Bauarbeiten bis zum Jahresende.

Trier. Gleich drei Dinge auf einmal will das städtische Tiefbauamt im nächsten Jahr an der Bitburger Straße erledigen:
Erstens die Sanierung der Napoleonsbrücke, über die die Bitburger Straße in der ersten Kurve nach dem Stadtausgang führt.
Zweitens die Erneuerung der Mauer, inklusive neuer Fundamente, an der zur Mosel gelegenen Seite der Napoleonsbrücke.
Drittens wird wenige Meter weiter oben die Felswand abgefräst, um später die Fahrbahn verbreitern zu können. Denn die zweite Bergabspur, die zurzeit erst kurz vor der Stadteinfahrt beginnt, soll nach hinten verlängert werden, damit der Verkehr schneller Richtung Trier-West und Pallien abfließen kann.
Dass die Bitburger Straße acht Wochen lang - voraussichtlich im Juni und Juli - auf dem Baustellenabschnitt voll gesperrt werden muss, hängt mit der Brückensanierung zusammen. "Das Bauwerk ist undicht. Damit kein Wasser und kein Frost mehr eindringen und die Brücke schädigen können, muss eine Dichtungsschicht zwischen der tragenden Konstruktion und der Asphaltschicht eingezogen werden", erklärt Wolfgang van Bellen, Leiter des städtischen Tiefbauamts. Dafür müssen sämtliche Fahrbahnschichten abgetragen und neu aufgebaut werden, jeweils über die komplette Straßenbreite, was die Vollsperrung notwendig macht. "Es ist leider nicht möglich, dass wir erst die eine Spur, dann die andere sanieren und den Verkehr zumindest einspurig aufrechterhalten", bedauert van Bellen.
Die Fahrbahnerneuerung soll innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen sein, Felsabschliff und Mauersanierung dauern länger. "Wir werden vermutlich bis in den Winter dort Baustellen haben", sagt van Bellen. Je eine Fahrspur bergauf und bergab sei dann allerdings immer eingerichtet, auch wenn der Verkehr zeitweise wohl per Ampel an den jeweils aktuellen Arbeitsstellen vorbeigeleitet werden muss.
Anwohner können ihre Häuser auch während der Vollsperrung mit dem Auto erreichen. Fachhochschule und der Weißhauswald mit seinen Gastronomiebetrieben sind während der Vollsperrung zu Fuß und per Fahrrad zu erreichen.
Das Konzept für die Umleitung des übrigen Verkehrs wird zurzeit aufgestellt. Unter anderem will die Stadt mit dem Land absprechen, dass während der Vollsperrung auf der Hauptausweichstrecke über die B 52/B 53 und die Ehranger Brücke keine weiteren Baustellen den Umleitungsverkehr behindern.
Im Februar soll das Umleitungskonzept fertig und mit allen Anliegern der Bitburger Straße besprochen werden.
Insgesamt kosten die Bauarbeiten etwa 1,3 Millionen Euro. Die Stadt rechnet damit, dass das Land 65 Prozent der zuschussfähigen Kosten übernimmt.