Blumen für Christophorus
Schweich · Traditionell schmücken Mitglieder des Isseler Cultur Vereins (ICV) die Sandsteinfigur des heiligen Christophorus zum 24. Juli auf der Schweicher Moselbrücke mit einem Blumenstrauß.
Schweich. Warum hält der Brückenheilige plötzlich einen Blumenstrauß im Arm? Diese Frage mögen sich zahlreiche Autofahrer stellen, die in den kommenden Tagen die Schweicher Moselbrücke passieren. Die Antwort: Anlässlich seines Namenstags, den man in Deutschland am 24. Juli feiert, ehrt der ICV den Brückenheiligen. Seit dem Jahr 2000 treffen sich zahlreiche Vereinsmitglieder am Vorabend des 24. Juli auf er Moselbrücke, um die Skulptur des heiligen Christophorus mit einem Blumenstrauß zu schmücken. Und da Johannes Heinz eine ganz besondere Beziehung zu dem Brückenheiligen hat, war er es auch in diesem Jahr, der auf die Leiter stieg, um den Blumenstrauß anzubringen.
Heinz erweckt die Sandsteinfigur von der Moselbrücke jährlich in der ICV-Bütt während der Karnevalssession zum Leben: Dann nimmt er in der Rolle des Brückenheiligen aus exponierter Perspektive das örtliche und überörtliche Politgeschehen kritisch unter die Lupe. "Was für die Trierer die Figur des Petrus auf dem Hauptmarktbrunnen ist, ist für die Schweicher der in Sandstein gemeißelte heilige Christophorus mit dem Jesuskind auf der Moselbrücke", sagte ICV-Sprecher Eberhard Speicher. Christophorus ist einer der 14 Nothelfer. In dieser Funktion gilt er als Helfer gegen einen unvorbereiteten Tod. Er ist außerdem der Schutzpatron der Schiffer und Flößer sowie der Reisenden und damit auch der Autofahrer. "Viele gläubige Kraftfahrer führen Plaketten mit dem Christophorusmotiv und der Hoffnung auf göttlichen Beistand in ihrem Fahrzeug mit", weiß Speicher. kat