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Blumen, Wein und Zigarren zum 100. Geburtstag

Blumen, Wein und Zigarren zum 100. Geburtstag

So viele Gratulanten wie zu seinem diesjährigen Geburtstag hatte Heinrich Mathey noch nie. Er feierte anlässlich des Pfarr- und Kindergartenfestes die Vollendung seines 100. Lebensjahres.

Longuich. (dis) Die Gratulantenschar war riesig. Alle Ortsvereine waren zum Ständchen gekommen und die Longuicher Dorfbevölkerung gratulierte ihrem ältesten Mitbürger herzlich. Körperlich und geistig ist Mathey frisch und rege geblieben. Dies bestätigt auch Ortsbürgermeisterin Kathrin Schlöder: "Herr Mathey geht jeden Tag noch zwei Mal durch denn Ort spazieren." Auch wenn man ihn noch nicht sehen würde, könne man am Zigarrengeruch erahnen, dass der ehemalige Arbeiter in der Landwirtschaft gleich um die Ecke komme. Kathrin Schlöder und Pastor Andreas Bronder gratulierten im Namen der Orts- und Pfarrgemeinde. Pastor Bronder schenkte als besonderes Geschenk einen Rosenkranz.

Blumen, Wein und Zigarren gab es von anderen Gratulanten. So waren Kreisbeigeordneter Helmut Reis und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Schweich, Berthold Biwer, zur Kindertagesstätte gekommen, um die Glückwünsche zu überbringen. Reis gratulierte auch im Namen von Landrat Günther Schartz und richtete auch die besten Grüße des Ministerpräsidenten Kurt Beck aus. Reis sagte: "Es ist schön, wenn man in einem solch hohen Alter noch klar im Kopf ist und noch alles so schön miterleben kann." Er ging aber auch darauf ein, dass Mathey in seinem langen Leben viele Höhen und Tiefen mitgemacht habe. So hätte er den Kaiser noch erleben dürfen und hätte aber auch während zweier Weltkriege gelitten.

Mathey berichtete, dass er erst 1949 aus der Gefangenschaft wieder nach Hause kam. Das Geburtstagskind kam am 20. Juni 1910 in Kyllburg auf die Welt. Er war mehrfach verheiratet, hat aber heute keine Verwandten mehr. Seit vielen Jahren lebt er bei Familie Reinhilde und Joachim Robert, bei denen er sich wohl fühlt. "Ihnen ist zu danken, da sie sich sehr liebevoll um Heinrich Mathey sorgen", sagt Ortsbürgermeisterin Schlöder. Auf was er denn sein hohes Alter und seine Gesundheit zurückführe wollen die Gratulanten wissen. Darauf antwortet Mathey: "Weil ich 90 Jahre lang Zigarren geraucht habe."