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Bodo Engel ist tot - prägender Architekt für die Stadt Trier

Nachruf : Ein prägender Architekt für die Stadt Trier

Bodo Engel ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Bodo Engel, Trierer Architekt und früheres Mitglied im Trierer Stadtrat, ist im Alter von 89 Jahren überraschend verstorben.

Das hat seine Familie mitgeteilt. Zu seinen Werken, von denen viele bis heute im Stadtbild präsent sind, zählen das ehemalige Elisabeth-Krankenhaus (heute Klinikum Mutterhaus Nord) und das Fachbereichsgebäude „E“ der Universität Trier ebenso wie das Verwaltungsgebäude der Bezirksärztekammer Trier oder das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, dessen Beauftragung aus einem Architektenwettbewerb resultierte.

Am 1. November 1931 in Straelen in Nordrhein-Westfalen geboren, kam Bodo Engel in den frühen Nachkriegsjahren mit seinen Eltern in die Region, wo die Familie zuerst in Wittlich, später und bis heute in Trier eine neue Heimat fand. Nach seinem Studium an der damaligen Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen Trier (heute Hochschule Trier) gründete er 1960 sein Büro in Trier.

Als Freier Architekt führte Engel sein Architekturbüro über viele Jahrzehnte mit großer Leidenschaft bis ins hohe Alter, ab 1983 gemeinsam mit seiner Frau Ilse Maria Engel-Tizian. Seit 1973 erweiterte seine Bestellung als „Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Hochbau, Gebäude und Baulandbewertung der IHK Trier“ sein Tätigkeitsfeld.

Dem passionierten Liebhaber der japanischen Gartenkunst war ein gesamtheitlicher Ansatz von Gebäude und Freiraumgestaltung stets ein Anliegen. Als Mitglied des Trierer Stadtrates in den 1960er-Jahren und als Mitglied des Architektur- und Städtebaubeirates der Stadt Trier von 1984 bis 1989 war Bodo Engel über lange Jahre kommunalpolitisch engagiert und an der Entwicklung der Stadt aktiv beteiligt.