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Bolzen und hämmern statt raufen

Bolzen und hämmern statt raufen

Als eine von sechs Bildungseinrichtungen hat die Matthias-Grundschule in Trier sich der Jungenförderung angenommen. Dabei heraus kam ein neues Pausenkonzept. Dafür hat die Schule eine Auszeichnung der Nikolaus Koch Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung erhalten.

Trier-Süd. Bolzen statt raufen: Auch an der Matthias-Grundschule regiert König Fußball. Das habe Schulleiterin Christina Steinmetz erfahren, als sie den männlichen Nachwuchs nach seiner Lieblingspausenaktivität befragt hatte. Grund dafür seien Pausenkonflikte zwischen den Jungs gewesen, erklärt Steinmetz. "Jungs sind häufig weniger aufmerksam, weil sie die Konflikte erst aufarbeiten müssen." Neben dem neuem Fußballtor wird auf dem Pausenhof neuerdings auch gesägt und gehämmert. In der "Hammerpause" sollen die Handwerker von morgen ihr Geschick an einem kleinen Stück Holz beweisen. Im Rahmen des Programms "Junge Junge - Bildung macht den Unterschied" erhielt die Schule das "Junge Junge"-Zertifikat der Nikolaus Koch Stiftung sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).
Neben der Grundschule beteiligen sich auch Kindertagesstätten und Regionalschulen an dem Programm. Das sei nötig, da Erfolg nur über den gesamten Bildungsweg möglich sei, erklärt Benjamin Merle, Programmleiter der DKJS. Die Umgestaltung der Pause sieht Steinmetz nur als Zwischenschritt. Im kommenden Schuljahr soll das Projekt erweitert werden: Dann sollen die verschiedenen Talente der Schüler gefördert werden. sek