Bombenentschärfung: Evakuierung läuft reibungslos

Bombenentschärfung: Evakuierung läuft reibungslos

130 Feuerwehrleute, 80 Polizisten und etliche Hilfskräfte von Deutschem Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk, den Maltesern und den Johannitern haben für eine reibungslose Evakuierung von rund 30 Straßenzügen in Trier-Ost und Mitte/Gartenfeld gesorgt.

(woc) Mehr als 40 Anwohner wurden mit Krankenwagen in die Sammelstätte in der Berufsbildenden Schule in der Langstraße gebracht. Um im abgesperrten Gebiet schneller durchzukommen, hatten die Krankenwagen teilweise Blaulicht und Martinshorn angeschaltet.

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Mittwoch auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs gefunden wurde, soll um 22 Uhr entschärft werden.

Horst Lenz, Chef des rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdiensts, spricht von einer "besonders schwierigen Entschärfung" wie sie nur rund alle fünf Jahre vorkomme. Die Bombe ist so gefährlich, weil zum einen zu Kriegszeiten die Zündung so manipuliert wurde, dass der Sprenkörper schon bei leichten Erschütterungen hätte explodieren können.

Zum anderen hat sich der Sprengstoff im Detonatonator durch Feuchtigkeit und das im Zündapparat enthaltene Kupfer in hochexplosives Bleisalz verwandelt.

Wie lange die Entschärfung des Blindgängers vom Dezember 1944 dauert, kann daher nicht vorausgesagt werden. Voraussichtlich können die Anwohner spätestens um 24 Uhr zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

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