Brand vernichtet Hühnerfarm in Gilzem - 2000 Tiere fallen Flammen zum Opfer - 500.000 Euro Schaden

Brand vernichtet Hühnerfarm in Gilzem - 2000 Tiere fallen Flammen zum Opfer - 500.000 Euro Schaden

In Gilzem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ist am Sonntagmittag ein Hühnerstall abgebrannt. Für die umliegenden Feuerwehren wurde Großalarm ausgelöst. Bereits am Freitag hatte es in Gilzem gebrannt, nachdem ein Feuerwerkskörper in einer Scheune landete.

Jede Menge Rauch: Der Stall brennt komplett ab, 2000 Hühner sterben – fast die Hälfte der Tiere auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. TV-Fotos (2): Agentur Siko. Foto: (e_bit )

Gilzem. Der Himmel über der Südeifel ist wolkenlos. In Gilzem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ist die Beschaulichkeit dieses Sommertags gestern allerdings um kurz vor 13 Uhr zu Ende. Dunkle, fast schwarze Rauchwolken steigen hoch und weithin sichtbar ins Himmelblau.

Wie die Polizei wenig später bestätigt, brennt es auf einer Hühnerfarm, auf der insgesamt 4500 Tiere täglich Eier legen. Gegen 12.50 Uhr sei der Notruf eingegangen, dass ein Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb ausgebrochen sei. Für mehrere Feuerwehren aus der Umgebung wird Großalarm ausgelöst. Die Rauchsäule ist schon kilometerweit zu sehen.

150 Einsatzkräfte rücken am Sonntag aus den umliegenden Orten und aus Luxemburg an, um den Brand zu bekämpfen. Der Hühnerstall ist trotz des schnellen Eingreifens der Wehren nicht mehr zu retten.
Denn Löscharbeiten seien nur noch von außen möglich gewesen, berichtet Joachim Hönel, Pressesprecher der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Südeifel. Rund 2000 Hühner kommen in den Flammen ums Leben, der Stall brennt komplett ab, auch ein Lieferwagen wird ein Raub der Flammen.

Der Besitzer der Hühnerfarm wird mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Trierer Krankenhaus gebracht.
Erschwert werden die Löscharbeiten durch Gasflaschen, die im Stall gelagert wurden. Eine davon explodiert in den Flammen. Gegen 15.30 Uhr sind die meisten Löscharbeiten abgeschlossen.
Wurde anfänglich noch berichtet, alle 4500 Hühner seien im Freien gewesen, als der Brand ausbrach, korrigierte die Feuerwehr diese Information später. Nach dem Brand fangen die Wehrleute allerdings noch viele der umherirrenden Hühner ein, die den Brand überlebt haben.

Im Einsatz waren viele Wehren aus den Verbandsgemeinden Südeifel und Bitburger Land, der Stadt Bitburg, aus Welschbillig und Echternach mit rund 150 Einsatzkräften.
Die Brandursache steht noch nicht fest, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben der Polizei Bitburg ist das Feuer nach derzeitigen Erkenntnissen im Bereich einer Sortieranlage für Eier ausgebrochen, die ebenfalls zerstört wurde. Sie schätzt den Schaden auf 500 000 Euro.

Bereits am Freitagabend war es in einem landwirtschaftlichen Gebäude in Gilzem zu einem Brand gekommen. Ursache war offenbar eine Feuerwerksrakete, die im Dachstuhl des Gebäudes gelandet war. Auch wenn die Ermittlungen noch laufen: "Bislang besteht absolut kein erkennbarer Zusammenhang", sagt Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg.