Brandstiftung: Wieder Autobrand im Trierer Norden (Update)

Brandstiftung: Wieder Autobrand im Trierer Norden (Update)

Erneut ist ein Fahrzeug in Trier-Nord durch einen Brand zerstört worden - diesmal am Dienstagmorgen vor dem Studierturm an der Herzogenbuscher Straße. Die Polizei geht wie im ersten Fall eine Nacht zuvor von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.


Update 21 Uhr: Was treibt die Täter an? Warum sind sie so schwer zu fassen? Darüber hat der TV mit Experten der Polizeihochschule am Hahn gesprochen. Christine Telser ist Psychologin und Leiterin des Fachgebiets Sozialwissenschaften. Kriminalhauptkommissar Josef Recktenwald unterrichtet Kriminalwissenschaften. Hier geht es zum Interview.

Update 10:38 Uhr: Das Auto stand vor dem Studierturm an der Herzogenbuscher Straße. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr habe ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert werden können, teilt die Polizei mit. Durch die enorme Hitzeentwicklung seien jedoch die Hausfassade sowie ein weiteres Auto in Mitleidenschaft gezogen worden. Ersten Schätzungen zufolge dürfte durch den Brand ein Schaden in Höhe von rund 20 000 Euro entstanden sein. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung und einem Zusammenhang mit dem Autobrand in der Nacht zum Montag aus.

Ein Zeuge des ersten Vorfalls hatte in Nähe des brennenden Fahrzeugs zwei Personen gesehen, die unter Umständen mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten. Eine der beiden Personen sei zwischen 1,80 bis 1,85 Meter groß gewesen und habe eine dunkle Jacke aus Nylon getragen. Die zweite Person sei etwa 1,75 Meter groß gewesen und mit einem dunklen Kapuzenpullover bekleidet gewesen. Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Wer hat um diese Uhrzeit im Umfeld der Herzogenbuscher Straße Beobachtungen gemacht, die bei der Tataufklärung hilfreich sein könnten? Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo in Trier zu melden. Tel.: 0651-9779-2290

Erstmeldung 7.40 Uhr: Am frühen Dienstagmorgen gegen 2:30 Uhr wurden die Bewohner eines Hochhauses in der Thyrsusstraße durch laute Knallgeräusche aus dem Schlaf gerissen. Unter einem Vordach, direkt am Gebäude stand ein Auto in Flammen. Ein daneben stehendes Fahrrad brannte ebenfalls. Die alarmierte Feuerwehr rückte schnell an und begann mit den Löscharbeiten. Das Feuer war innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht worden.

Starker, schwarzer Rauch zog sich die Fassade hoch, hinein in das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses. Die Bewohner hatten sich, noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte, selbstständig alle in Sicherheit gebracht. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Vordach, auf mögliche Glutnester untersucht und das Treppenhaus mit einem Überdrucklüfter rauchfrei gemacht.

Nach etwa einer Stunde konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurück, das Feuer war komplett gelöscht.

Vor Ort nahm die Kriminalpolizei noch in der Nacht ihre Arbeit auf. Es ist der zweite Brand infolge. In der Nacht zum Montag brannte ebenfalls um 2:30 Uhr keine 500 Meter Luftlinie bereits ein Auto . Im Einsatz war die Berufsfeuerwehr Trier der Wache I und II, der Löschzug Kürenz und die Polizei Trier.

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