Bravo, Herr Schröer!

Zu: "50 000 Euro für 5300 Überstunden" (TV vom 12./13. Februar):

Bravo Herr Oberbürgermeister! Sie haben wie ein Kaufmann gehandelt. Leistung für die Firma muss honoriert werden. Der Mitarbeiter hat außerordentliche Leistung erbracht, Sie als der Chef haben dies fair vergütet. Ihr Handeln war betriebswirtschaftlich absolut angemessen zum Wohle der Stadt Trier, also der Firma, deren Geschäftsführer Sie sind. Wenn, wie ich lese, die Mittel aus dem Ihnen zugebilligten Budget sind, halte ich Ihre Entscheidung für betriebswirtschaftlich unbedenklich. Ich halte es darüber hinaus für mutig und zukunftsorientiert, wenn Sie die Einschränkung des Beamtenrechts punktuell dem Leistungs- und insbesondere Ertragsprinzip zum Wohle der Ihnen anvertrauten Stadt offensiv ausgelegt haben. Ein mit freiem Vertrag verpflichteter Betriebswirt hätte das mehrfache gekostet. Sie haben richtig gehandelt. Lassen Sie sich nicht von Prinzipienreitern, denen der Überblick über Aufwands- und Ertragszusammenhänge fehlt, irritieren. Ob Sie den Stadtrat hätten informieren müssen oder sollen, weiß ich nicht. Arbeit muss bezahlt werden, ob nun gemeckert wird oder nicht. Mit Ihrer Entscheidung sind Sie strukturell ihrer Zeit weit voraus; der Vorsitzende der Opposition ist - für die Stadt und Region Trier zum Nachteil - leider ohne positive Impulse. Sie haben mit Ihrer Entscheidung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Geschäftsstelle Stadtverwaltung" motiviert und deutlich gemacht, dass sich Leistung auszahlt. So wie Sie handelt ein guter Kaufmann, und gerade den benötigt die Stadt Trier. Hans-Georg Becker, Trier