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Breitseite: Bundesgesundheitsminister nimmt beim politischen Aschermittwoch der CDU die Landesregierung ins Visier

Breitseite: Bundesgesundheitsminister nimmt beim politischen Aschermittwoch der CDU die Landesregierung ins Visier

Bei einem politischen Aschermittwoch werden an andere Parteien keine Streicheleinheiten verteilt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe war bei der Veranstaltung der CDU-Kreisverbände Trier und Trier-Saarburg Garant für markige Worte.

Trier. Prominentester Gast beim politischen Aschermittwoch der CDU-Kreisverbände in der Arena Trier war der Bundesgesundheitsminister. Dennoch prägte Landrat Günther Schartz das Bonmot des Abends, als er von einem "optimalen Ärzte-Patienten-Verhältnis" sprach. Denn in der Tat waren alle Protagonisten der regionalen Gesundheitswirtschaft gekommen, um bereits vor dem offiziellen Part in kleinerer Runde mit Hermann Gröhe ins Gespräch zu kommen.
So konnte sich der Minister bei seiner Rede in großer Runde besonders auf die großen politischen Themen stürzen, die Kriege in Syrien und in der Ukraine ebenso geißeln wie die aktuelle Politik Griechenlands. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die alles richtig mache, rückte so virtuell zumindest zeitweise als bejubelter Star des Abends in den Mittelpunkt.
Aber natürlich ging es im Jahr vor der Landtagswahl auch nicht ohne Frontalangriff auf die rot-grüne Landesregierung und Ministerpräsidentin Malu Dreyer. "Wenn ein Wagen bei einer Geisterfahrt erwischt wird, dann nimmt man doch nicht dem Beifahrer den Lappen weg", wetterte Gröhe mit Blick auf den Nürburgring. Auch Schuldenspirale und marode Verkehrsinfrastruktur seien hausgemacht.
Bernhard Kaster, Chef der CDU Trier, vernahm die Worte seines "guten Kollegen und Freundes" gerne, der natürlich auch die Herausforderungen des Gesundheitswesens und die Reform der Pflegegesetzgebung thematisierte. Gröhe: "Wir brauchen eine funktionierende Wirtschaft, damit wir ein funktionierender Sozialstaat sein können."
Der nicht anwesenden Bundeskanzlerin hatte auch Bernhard Kaster bei seinen Begrüßungsworten gedankt. Besonders herzlich hieß er aber die ehemalige Kandidatin für die Trierer Oberbürgermeisterwahl willkommen: "Wir sind froh, dass wir Hiltrud Zock in die CDU bekommen haben. Wir wären auch froh gewesen, wenn die ganze Stadt sie bekommen hätte."
Für alle Gäste gab es nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne traditionell Heringe mit Pellkartoffeln. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe freute sich zusätzlich über die Präsente der Kreisvorsitzenden Arnold Schmitt und Bernhard Kaster: Moselwein und eine römische Münze. r.n.