Brennender Bus legt Verkehr in halb Trier lahm

Brennender Bus legt Verkehr in halb Trier lahm

TRIER. Großalarm gestern Abend im Höhenstadtteil Neu-Kürenz: Unmittelbar am neuen LGS-Kreisel fing der Bus einer Schweicher Firma am Heck Feuer. Die 20 Insassen blieben unverletzt; beim Versuch, den Brand zu löschen, erlitten der Busfahrer und zwei zur Hilfe eilende Kollegen von Stadtwerke-Bussen Rauchvergiftungen.

Mit dem Schrecken davon kamen gestern 20 Insassen eines Busses, der urplötzlich im Heckbereich Feuer fing, als das Fahrzeug - aus der Robert-Schuman-Allee kommend - gerade Richtung Uni in die Kohlenstraße einbog. Wie Feuerwehr-Einsatzleiter Kurt Blasius berichtet, ließ der Busfahrer sofort seine Fahrgäste aussteigen und versuchte dann auf eigene Faust, die aus dem Motorblock lodernden Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Obwohl zwei Busfahrer der Stadtwerke dem Fahrer der Schweicher Firma Jozi mit Feuerlöschern zu Hilfe kamen, brachten sie den Brand nicht unter Kontrolle. "Wenn die Flammen an der einen Stelle weg waren, kamen sie woanders wieder zum Vorschein", hat Ludwig Palm beobachtet. Bevor er - alarmiert durch die riesige gelb-graue Rauchwolke - am Brandort war, hatte seine Frau bereits geistesgegenwärtig reagiert und den Busfahrern den Feuerlöcher aus ihrem Haus in der Bonifatiusstraße geholt. Als wenige Minuten später die Berufsfeuerwehr und der Löschzug Kürenz mit 30 Mann anrückten, war der Motorbrand schnell mit Wasser und Schaum abgelöscht. "Es hat heftig gebrannt, wir haben im letzten Moment einen Übergriff der Flammen auf den Innenbereich verhindert", so Einsatzleiter Blasius. Rettungswagen hätten die drei Busfahrer mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Zahlreiche Schaulustige verfolgten im Kreuzungsbereich Kohlenstraße/Robert-Schumann-Allee den Feuerwehreinsatz. Nur ansatzweise konnten sie allerdings das Verkehrschaos erahnen, dass der Busbrand nach sich zog. Es staute sich in alle Richtungen; nichts ging mehr, obwohl die Polizei schon früh eine Spur neben dem Bus freigegeben hatte. Die Fahrzeuge standen bis zum alten Arbeitsamt in der Schörnbornstraße; oberhalb der Uni wurde der Verkehr über Olewig umgeleitet. Die Unfallursache und die Höhe des Sachschadens waren gestern Abend noch nicht bekannt.