Bröckelnde Friedhofsmauer muss weg

Bröckelnde Friedhofsmauer muss weg

Zwei Bauprojekten hat der Ortsbeirat Ehrang-Quint in jüngster Sitzung grünes Licht gegeben und entsprechende Empfehlungen an den Stadtrat weitergeleitet. Für 270 000 Euro soll die Stützmauer am Friedhof saniert werden. Zugestimmt hat der Rat auch der rund 7,3 Millionen Euro teuren Sanierung der Mäusheckerhalle.

Trier-Ehrang/Quint. Lange Diskussionen gab es in der jüngsten Ortsbeiratssitzung im Ehranger Gemeindehaus nicht, obwohl zwei gewichtige Baumaßnahmen auf der Tagesordnung standen: Die dringend erforderliche Erneuerung der Friedhofsmauer an der Friedhofsstraße (B 422) sowie der Baubeschluss zur Sanierung der Mäusheckerhalle im Schulzentrum. Tenor im Rat: Beides ist erforderlich und muss schnellstens in Angriff genommen werden.
Schon seit einiger Zeit zählt die 1929 errichtete Friedhofsstützmauer aus Rotsandstein an der Friedhofsstraße zu den Ehranger Problemfällen. Das rund 90 Meter lange Bauwerk ist am 1. Februar 2015 auf einer Länge von 20 Metern eingestürzt. Der Verkehr auf der unmittelbar davor entlangführenden B 422 nach Kordel wird seitdem aus Sicherheitsgründen per Behelfsampel an der Bruchstelle vorbeigeführt.
Nach Angaben von Ortsvorsteher Thiébaut Puel steht dem Stadtteil wieder eine "lange Baustelle" mit Verkehrsbeeinträchtigung bevor. Nach Erkenntnissen eines beauftragten Ingenieurbüros in Abstimmung mit dem Tiefbauamt muss die 90 Meter lange und vier Meter hohe Mauer auf der gesamten Länge abgerissen und durch eine 2,50 Meter hohe Gabionenwand ersetzt werden. Dazu ist auch erforderlich, den dahinterliegenden Hang durch Erdabtragung anzupassen. Nach dem Dezernatsausschuss stimmte nun auch der Ortsbeirat dem Neubau mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 270 000 Euro zu.
Noch wesentlich teurer kommt die Sanierung der maroden und deswegen seit 2014 gesperrten Mäusheckerhalle: Zunächst stand die Alternative Neubau oder Sanierung zur Diskussion (der TV berichtete). Ein Totalabbruch mit Neubau hätte rund acht Millionen Euro gekostet. Ein Teilabbruch mit Erneuerung der entfernten Baukomponenten kommt nach den Berechnungen der Stadt auf insgesamt 7,33 Millionen Euro, wobei die zu erwartende Förderung mit vier Millionen anzusetzen ist.
Der Ortsbeirat sprach sich einstimmig für eine Sanierung mit Teilabbruch aus. Im nächsten Schritt sind nun die städtischen Ausschüsse und danach der Trie rer Stadtrat am Ball.
Der Rat beschloss zudem einen Antrag an die Stadt, die Fahrradwegmarkierungen auf der Ehranger Straße wieder aufzutragen, die seit den Tiefbauarbeiten dort verschwunden sind.Extra

Die unübersichtliche Einmündung bei Maschinenbau Comes in Ehrang in die B 53 ist ein Unfallschwerpunkt. Sie soll entschärft und entsprechend umgestaltet werden (der TV berichtete unter anderem am 29. August). Über die Lösung des Problems entscheidet allein der Landesbetrieb Mobilität (LBM), wobei sich die Stadt und der Stadtteil Ehrang-Quint allenfalls mit Vorschlägen beteiligen können. Kreisel, Ampel oder noch eine andere Lösung? In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats sollte ein Vertreter des LBM die Einschätzung des Landesbetriebs erläutern und Lösungsmöglichkeiten präsentieren. Allerdings musste Ortsvorsteher Thiébaut Puel den Tagesordnungspunkt auf die Beiratssitzung am 20. Oktober verschieben, da der LBM-Mitarbeiter verhindert war. Puel: "Unser Gremium wird sich die Vorschläge des Landesbetriebs dann anhören und eventuell noch Alternativen vorschlagen." Die Situation an dieser Einmündung, so Puel, sei jedenfalls bisher absolut unbefriedigend. f.k.

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