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Brot und Spiele: Stadt muss 45 000 Euro nachzahlen

Brot und Spiele: Stadt muss 45 000 Euro nachzahlen

Das Römerspektakel "Brot und Spiele" hat 2011 ein Defizit von gut 45 000 Euro erwirtschaftet. Das zeigt eine Bilanzrechnung, die dem Trierischen Volksfreund vorliegt.

Als Veranstalterin muss die Stadt die 45 000 Euro ausgleichen und der Trierer Agentur Medienfabrik, die mit der Organisation von Brot und Spiele beauftragt ist, zukommen lassen. Das sieht der zwischen Stadt und Agentur geschlossene Vertrag so vor. Entstanden ist das Defizit nicht durch eine Überschreitung der angesetzten Ausgaben, sondern vor allem durch ein Minus bei den geplanten Einnahmen: Statt beispielsweise wie erhofft mehr als 214 300 Euro hat die Medienagentur aus dem Verkauf der Eintrittskarten nur 147 500 Euro eingenommen. Vertrag und Verkaufszahlen beziehen sich lediglich auf das erste Veranstaltungswochenende. Beim in diesem Jahr neu dazugekommenen zweiten Brot-und-Spiele-Wochenende trägt die Medienfabrik das finanzielle Risiko alleine.
Neben der Übernahme der Mindereinnahmen am ersten Wochenende zahlt die Stadt der Medienfabrik einen fixen Zuschuss von 60 000 Euro. "Insgesamt sind das mehr als 100 000 Euro - eindeutig zu viel für eine privat durchgeführte, kommerzielle Veranstaltung wie Brot und Spiele", sagt Marc-Bernhard Gleißner, der für die Linke im Kulturausschuss sitzt. "Wir müssen die Stellschrauben des Vertrags unbedingt nachjustieren - allerdings ohne das neue Konzept insgesamt infrage zu stellen", kommentiert Markus Nöhl (SPD). Hermann Kleber (FWG) betont: "Ich hoffe, dass die Medienfabrik überzeugend erklären kann, wie es zu dem Defizit gekommen ist und wir ein solches künftig vermeiden können."
Der Kulturausschuss diskutiert in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 17 Uhr, im Rathaus über die Brot-und-Spiele-Bilanz. woc