Brückenarbeiten - 2021 ist die Moselbrücke in Ehrang dran

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr A64 : Brückenarbeiten - 2021 ist die Moselbrücke in Ehrang dran

Die Moselbrücke Ehrang soll nach Abschluss der Arbeiten in Trier-Nord im Jahr 2021 saniert werden. Vor dem Ausbau der Biewertalbrücke haben die Planer noch viel zu tun.

Hin und wieder sind in jüngster Zeit kleinere Bautrupps auf oder unter der Ehranger Moselbrücke im Einsatz. Sie fallen kaum auf, weil sie meist außerhalb des Berufsverkehrs tätig sind, und sich die Eingriffe in den Verkehr durch Sperrungen in Grenzen halten. Derzeit wird nach Mitteilung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Koblenz ein Lager am Mittelpfeiler auf der Spitze der Insel Hahnenwehr ausgetauscht. Dies sind vorgezogene Arbeiten für die Hauptinstandsetzung der 600 Meter langen Brücke im Jahr 2021.

Wie berichtet, soll die wichtige Verbindung zwischen dem Moseltal und der Luxemburg-Autobahn A 64 – sie wird täglich von rund 35 000 Fahrzeugen genutzt – mittelfristig durch einen Neubau ersetzt werden. Zunächst war auch ein kurzfristiger Neubau in der Überlegung, doch Untersuchungen vor vier Jahren zeigten, dass das 50 Jahre alte Bauwerk in einem besseren Zustand ist als vermutet. Eine Sanierung kann die Verkehrssicherheit voraussichtlich noch 15 bis 20 Jahre gewährleisten.

Laut LBM sollen Risse an der Unterseite der Brücke zugeschweißt werden. Diese Arbeiten können vom sogenannten Besichtigungswagen aus vorgenommen werden, der eigens dafür instandgesetzt wird. Mit Verkehrsbeeinträchtigungen sei hier voraussichtlich nicht zu rechnen, so der LBM. Anders sieht das bei Arbeiten an der Oberseite der Brücke aus. Unter anderem werden hier die Fahrbahndecke erneuert, Geländer erhöht sowie Lager und Übergangskonstruktionen erneuert.

Weil die Insel Hahnenwehr ein Vogelschutzgebiet ist, sind nach Mitteilung des LBM besondere landespflegerische Begleitmaßnahmen erforderlich. An beiden Uferseiten der Mosel und am Mittelpfeiler  der Insel Hahnenwehr müssten Baustellen eingerichtet werden.

Das Jahr 2021 für die Hauptinstandsetzung der Brücke haben die Straßenplaner bewusst gewählt. Dann soll nämlich die Brückensanierung am Verteilerkreis Trier-Nord (A 602) beendet sein.

Die Biewertalbrücke: Die Luxemburg-Pendler werden sich noch einige Jahre gedulden müssen, bis Teil zwei der Biewertalbrücke steht. Wie berichtet, können die dort vorhandenen Widerlager und Pfeilerfundamente nicht mehr für den zusätzlichen Überbau genutzt werden. Laut LBM sind zwischenzeitlich höhere Anforderungen an die Statik zu stellen. Die Verkehrsbelastung sei gestiegen, außerdem müsse bei dem breiteren Überbau die erhöhte Windanfälligkeit berücksichtigt werden.

Eine erste Abstimmung der geänderten Rahmenbedingungen mit der Naturschutzbehörde SGD Nord habe gezeigt, dass ein Abstimmungsverfahren nicht mehr ausreicht und ein förmliches Genehmigungsverfahren (Planfeststellungverfahren) für das Teilbauwerk erforderlich werde. Dies betrifft die Bauflächen an sich, aber auch Verbindungswege und Baustraßen. Auch drei kleine Brücken über den Biewerbach seien in die Gesamtplanung einzubeziehen, so der LBM.

Die Erweiterung der Biewertalbrücke ist mit hohem planerischen Aufwand verbunden. Im Jahr 2021 könnte das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Foto: Portaflug

Derzeit werde der technische Streckenentwurf für den beidseitigen Anschluss der Brücke an den vierspurigen Bestand der A 64 überarbeitet. Aufgrund von Vorgaben aus diesem Entwurf, der Ende 2019 vorliegen soll (genaue Achse und Höhe des neuen Bauwerks), könne die endgültige Überarbeitung des Brückenentwurfs erfolgen. Ergänzend sei die Artenschutz-Kartierung zu aktualisieren. Der LBM Koblenz geht davon aus, dass die planfeststellungsreifen Unterlagen spätestens bis Ende 2020 vorliegen. Damit könne voraussichtlich 2021 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Mehr von Volksfreund