Brüderkrankenhaus Trier nimmt neuen Aufwachraum in Betrieb

Gesundheit : Das Aufwachen nach der OP wird angenehmer

Vorletztes Teilprojekt der 55-Millionen-Euro-Investition ist fertig: Brüderkrankenhaus Trier nimmt neuen Bereich in Betrieb.

Mit der Inbetriebnahme seines neuen Aufwachraums hat das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder die Versorgung von Patienten, die sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen, weiter verbessert. Die Räumlichkeiten bieten nicht nur mehr Platz und modernste Technik, sondern sorgen mit einem speziellen Deckenlicht auch dafür, dass das Aufwachen nach der OP deutlich angenehmer wird.

 Im Sommer 2017 ging die neue zentrale OP-Abteilung des Brüderkrankenhauses in Betrieb (der TV berichtete). Damit war der zweite und größte von insgesamt vier Bauabschnitten eines Großprojekts vollendet, das am Ende insgesamt rund 55 Millionen Euro gekostet haben wird.  Etwa 7,25 Millionen Euro hiervon flossen nach Angaben der Klinikleitung in den neuen Aufwachraum und dessen angegliederte Räumlichkeiten. Jetzt hat auch dieser Teil des OP seinen Betrieb aufgenommen.

 Der Aufwachraum ist so etwas wie ein Verbindungsstück zwischen OP-Saal und Pflegestation. Nahe zu den Operationssälen und doch baulich getrennt von diesen gelegen, werden die Patienten hier unmittelbar nach dem Eingriff für einen gewissen Übergangszeitraum überwacht. Der Grund: Im Anschluss an eine Narkose und während der ersten postoperativen Phase bedarf der Patient einer besonders aufmerksamen Kontrolle seiner Vitalfunktionen.  Dem Team des Aufwachraums komme in der Phase nach einer OP ein sehr wichtiger und für den Behandlungspfad bedeutsamer Part zu, erklärte Dr. Tim Piepho, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin und Ärztlicher Leiter des OP-Zentrums. Im Rahmen der Einsegnung betonte der Chefarzt, dass mit den neuen Räumlichkeiten sowohl für die Patienten als auch für das Personal wesentliche Verbesserungen einhergingen: mehr Platz bedeute mehr Privatsphäre für die Patienten, die zudem von einem freundlichen Deckenlichtkonzept profitierten, das ein angenehmeres Erwachen fördere.  Zwölf Patienten können zeitgleich in dem neuen Aufwachraum betreut werden. Neben den Fachkräften der Anästhesiepflege, deren Zahl aufgestockt wurde, ist immer auch ein Arzt mit im Team. Fortan gibt es auch einen separaten Aufwachbereich für Kinder, die von ihren Eltern begleitet werden.

 Mit dem Abschluss des Projekts wird auch der Einsatz von Walter Weins enden, der seit fünf Jahrzehnten im Brüderkrankenhaus arbeitet und bis 2018 insgesamt 15 Jahre lang die Anästhesiepflege leitete. Als Teilprojektleiter wirkt er nun noch an der Fertigstellung des Großvorhabens mit. Sein Nachfolger als Leiter der Anästhesiepflege, Jörg Ostermann, dankte Weins sowie Anästhesiefachkrankenschwester Marita Backes und dem gesamten Team für ihr Engagement.

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