Bürger gegen Kohlekraftwerk

Das Bündnis Erneuerbare Energien Trier (BEET) wird am Freitag den zweiten Einwohnerantrag überreichen. Darin wird der Stadtrat aufgefordert, sich gegen jegliche Beteiligung der Stadtwerke Trier (SWT) an Kohlekraftwerken auszusprechen.

Trier. (red) Das Anliegen sollen die Vertreter des Stadtrates im SWT-Aufsichtsrat vertreten. Sie sollen Verträge ablehnen, die einen Ausbau von Kohlekraft beinhalten. Hintergrund ist die bestehende Absicht der SWT, sich mit etwa 12,5 Millionen Euro an einem Steinkohlekraftwerk zu beteiligen. Die SWT berichtete über den Standort Hamm/Uentrop. "Diese Investitionssumme steht in grobem Missverhältnis zu den geplanten Investitionen in erneuerbare Energien", erklärt Volker Schneider, Vertrauensperson des Einwohnerantrages und BUND-Mitglied. "Das geplante Kohlekraftwerk (KKW) in Hamm hat einen üblich niedrigen Wirkungsgrad von nur 46 Prozent und führt zu einem Ausstoß von 9,16 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr."Klima-Modellstadt mit Beteiligung nicht vereinbar

Es sei allgemein anerkannt, dass der menschengemachte Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre zu verheerenden Veränderungen des Weltklimas führe. "Deshalb liegt es im ureigenen Interesse der Stadt Trier, einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Ziel der Stadt, aus Trier eine Klima-Modellstadt werden zu lassen, ist mit der KKW-Beteiligung nicht vereinbar", begründet Volker Schneider.Am Samstag, 3. November, um 11 Uhr demonstriert das Bündnis Erneuerbare Energien (BEET) auf dem Kornmarkt gegen die Beteiligung an einem Kohlekraftwerk.Ein weiterer Termin ist der 7. November, 17 Uhr, im Gebäude der Industrie- und Handelskammer, Herzogenbuscher Straße. Dort ist eine Expertenanhörung zur KKW-Beteiligung. Bei dieser Anhörung gibt es für die Einwohner die Möglichkeit, Fragen, Anregungen und Vorschläge einzubringen.

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