Bürger sollen mitreden

Eineinhalb Jahre Planung sind genug. Deshalb hat der Ortsbeirat Mariahof beschlossen, den Bebauungsplan des Stadtteils jetzt öffentlich auszulegen. Mögliche Einwände wird er in der kommenden Sitzung formulieren. Ebenso wie seine Pläne für die Sanierung der Grundschule.

Trier-Mariahof. "Wir stimmen dem Plan nicht zu!" Diese Aussage ist Konsens in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Trier-Mariahof. Dennoch wollen die Mitglieder, dass der Bebauungsplan BMa 1 "Gartenstadt Mariahof" öffentlich ausgelegt wird, damit die Bürger ihre Bedenken äußern können. Auch der Ortsbeirat wird sich intensiver mit dem Plan auseinandersetzen - in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 12. Mai.

Grundschule soll saniert werden



Dann kommt auch die Sanierung der Grundschule noch einmal auf die Tagesordnung. 18 000 Euro hält der Beirat aus seinem Budget 2010 dafür bereit. Die CDU will das Geld nutzen, um die Mädchentoilette zu renovieren. Dies würde allerdings insgesamt rund 32 000 Euro kosten, schätzt Reinhold Bonertz (CDU). Und es muss schnell gehen: Bis Ende Juni müssten die Projekte bei der Stadt angemeldet sein, sonst verfalle das Geld von 2010, teilt Ortsvorsteherin Maria Marx (CDU) mit.

Saniert werden soll die Grundschule auf jeden Fall, denn nach dem Schulentwicklungsplan bleibt sie im Stadtteilzentrum bestehen. In den Osterferien ziehe das Kommunale Studieninstitut (KSI) aus und schaffe Platz für neue Räume, sagt Marx. Im April beginnen die Arbeiten, um das Gebäude brandschutzmäßig auf den neusten Stand zu bringen. Um Fluchtwege zu schaffen, müssten Wände eingerissen und eine neue Feuerschutztür eingebaut werden, erklärt Harald Bunk von der Fördervereinigung der Grundschule. "Das wird weitere Sanierungen notwendig machen", prophezeit er. Dazu könnte das Geld aus dem Budget verwendet werden.

Keine Zustimmung findet der Antrag der Wählergruppe Lehmann, die Straße Am Mariahof durchgängig mit Tempo 30 zu versehen. Durch die Kanal- und Wegebauarbeiten in den vergangenen Jahren habe sich der Schwerlastverkehr erhöht. Die Straße sei so marode, dass die Stadt das Gefahrenschild "Straßenschäden" angebracht habe, erklärt Bernd Lehmann. In den kommenden zehn bis zwölf Jahren sei mit keiner Sanierung zu rechnen. Die Straße würde jedoch durch weitere Bauarbeiten weiter Schaden nehmen. Lose Steine auf der Straße seien eine weitere Gefahr für Autofahrer und auch Fußgänger, ergänzt Jörg Hahn. Die CDU lehnt den Antrag ab; sie fordert Verkehrskontrollen und ein Geschwindigkeitsmessgerät, damit sich die Autofahrer an die vorgeschriebenen 40 km/h halten.

Unzufrieden sind die Ortsbeiratsmitglieder mit dem Kahlschlag entlang der Straße Am Mariahof. Michael Heimes vom Grünflächenamt erklärte, dass die Maßnahme der Pflege und Erhaltung diene. Das Gehölz sei teilweise überaltert und optisch nicht mehr schön gewesen. Geplant sei, dort, wo gerodet wurde, Gras zu sähen. Sträucher und Bäume sollen Autofahrer davon abhalten, dort zu parken.

EXTRA AUS DEM ORTSBEIRAT



Eine Info-Veranstaltung zu Sicherheit, Hausnotruf und Opferbetreuung bieten Senioren-Vertrauensperson Vera Feist, Polizei, DRK und Weißer Ring am Dienstag, 12. April, 15 Uhr, für Senioren im Pfarrsaal an. Bis Ende April soll der vierte Bauabschnitt des Wegeausbaus abgeschlossen sein. Im Bereich der Ladenpassage wird eine Telestation errichtet; die Telefonzelle am Heizwerk wurde abgebaut. Der Supermarkt in der Ladenpassage steht immer noch leer, der Eigentümer sucht weiter Interessenten. mehi