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Bürgerhaus in der Warteschleife

Bürgerhaus in der Warteschleife

"KC Grün Weiß Euren" steht auf dem Schild über dem Eingang zur ehemaligen Druckerei Lintz in der Ottostraße 29. Das künftige Eurener Bürgerhaus ist zurzeit das Domizil der Fastnachter. Nach der Session soll die Sanierung des Gebäudes beginnen; doch ob dies möglich sein wird, ist fraglich.

Trier-Euren. Die Planungen sind fertig, jetzt fehlt nur noch die Unterschrift unter den Mietvertrag. Doch die Verwaltung hat das Vertragswerk für das Jugendzentrum im künftigen Eurener Bürgerhaus in der Ottostraße noch nicht unterzeichnet. Sie wolle zuerst das Kosten- und Finanzierungskonzept für das Vorhaben sehen, berichtet Hans Weber (CDU) in der Sitzung des Ortsbeirats Trier-Euren. Doch der Kulturring als Bauherr könne dieses erst vorlegen, wenn die Stadt eine verbindliche Mietzusage für das Jugendzentrum mache. Zudem sei die Baugenehmigung noch nicht bewilligt. Das Bauaufsichtsamt habe jedoch signalisiert, dass das Vorhaben genehmigungsfähig sei, informiert Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz (FWG).
"Wir wollen endlich anfangen", sagt Weber, der dem Vorstand des Kulturrings angehört. Der Zusammenschluss der Eurener Vereine benötige eine konkrete Mietzusage vonseiten der Stadt, um an dem Projekt weiterarbeiten zu können. Zwischenzeitlich seien Änderungswünsche vonseiten der Verwaltung in die Planungen eingeflossen. Denn der Kulturring wolle ausdrücklich das Jugendzentrum, das vorübergehend in die Ottostraße 7 umgesiedelt ist, mit ins Boot nehmen. Dies ist auch Schmitz‘ Wunsch: "Das Jugendzentrum ist mir wichtig!"
Zustimmung unter Vorbehalt


Wichtig ist dem Ortsvorsteher auch eine Einrichtung im Nachbarstadtteil: die Skaterhalle in der Aachener Straße in Trier-West. "Das läuft so gut dort", sagt er. "Es ist alles super organisiert." Für die Stadt sei die Anlage kostenneutral, weil der Betreiber, der Bürgerservice Trier, und die Jugendlichen sich um alles kümmern.
Nun ist der Bestand der Halle durch einen neuen Bebauungsplan sowie, in der übergeordneten Planung, dem Flächennutzungsplan (FNP), gefährdet (der TV berichtete). Deshalb stimmt der Ortsbeirat Euren dem FNP nur unter dem Vorbehalt zu, dass der Standort der Skaterhalle nicht als Wohnfläche, sondern wie die benachbarte Europäische Kunstakademie als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen wird.
Enttäuscht sind die Ratsmitglieder über eine weitere Verzögerung: Tiefbauamtschef Wolfgang von Bellen hatte im Mai 2011 zugesagt, dass bis Ende des vergangenen Jahres ein Konzept mit versetztem Parken und verengtem Ortseingangsbereich vorliegt. Nun liegt Schmitz ein Schreiben vor, aus dem hervorgeht, dass die Verwaltung aufgrund von Personalengpässen vor Mitte dieses Jahres keine Konzeption vorlegen könne.