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Bürgerinitiative ist beschlossene Sache

Bürgerinitiative ist beschlossene Sache

Auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Grünen zum geplanten "Mega-Steinbruch" bei Olk wurde die Gründung einer Bürgerinitiative (BI) beschlossen. Sie soll als eingetragener Verein tätig werden.

Ralingen-Olk. (alf) Der Andrang war so groß, dass die rund 150 Personen, die am Freitagabend auf Einladung der Grünen-Fraktion im Verbandsgemeinderat Trier-Land ins Olker Gasthaus "Zur Post" gekommen waren, ins Gemeindehaus umziehen mussten. Der Bitte von Fraktionschefin Heide von Schütz, die Diskussion um den umstrittenen Steinbruch im Raum Windmühle/Olk/Kunkelborn diszipliniert zu führen, kamen die Teilnehmer ebenso nach wie ihrem Hinweis, die Rechte der Eigentümer anzuerkennen. Von Schütz: "Das Eigentum ist zu schützen. Wir können keinem den Verkauf von Land verbieten, wir sollten aber mit den Eigentümern sprechen und ihnen die riesigen Dimensionen des Steinbruchs vor Augen führen."

Wie berichtet, hat es bisher vier Probebohrungen gegeben. Laut Mitinvestor Dieter Stolz (Lava-Stolz) wird in den nächsten Tagen ein Geologe die Ergebnisse der Bohrungen bewerten.

Die Versammlung habe dazu beigetragen, dass sich die beiden Protestgruppen aus Kunkelborn und Olk kennengelernt hätten und künftig ihre Aktionen koordinieren könnten, sagte Heide von Schütz, die zusammen mit Sascha Gottschalk und Klaus Ritter die Diskussion leitete. Die Kunkelborn-Gruppe rekrutiert sich in erster Linie aus Bewohnern von Streusiedlungen am Rande des geplanten Kalkstein-Abbaugebiets; in Olk sind es vorwiegend Bewohner des Neubaugebiets. Voraussichtlich soll die parteiübergreifende Bürgerinitiative als eingetragener Verein am kommenden Freitag in Olk ins Lebens gerufen werden. Erste Interessenten haben sich in Listen eingetragen.