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Kommunalwahl in Schweich : Große Zustimmung für Horsch und Rieger

Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich und der Stadtbürgermeister dürfen weiter regieren.

Auch wenn ihre Wiederwahl im Vorfeld so gut wie sicher erschien, merkt man Christiane Horsch und Lars Rieger am Wahlabend die Anspannung an. Als sich dann aber nach der Auszählung der ersten Wahlbezirke ein Trend verfestigt – bei ihr knapp über 80 Prozent Ja-Stimmen und bei ihm knapp unter 80 Prozent Ja-Stimmen – da sind beide erleichtert.

Büroleiter Wolfgang Deutsch macht erst einmal eine Flasche Sekt auf. Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich und der Stadtbürgermeister von Schweich, beide von der CDU und beide bei der Wahl ohne Gegenkandidat, prosten sich erleichtert zu.

„Du trittst gegen dich selber an, das ist nicht so einfach, wie man glaubt”, sagt Horsch (57). Die gebürtige Triererin, die auch schon Wirtschaftsdezernentin in ihrer Heimatstadt war, ist seit knapp acht Jahren Verwaltungschefin in der VG Schweich – und eine erfolgreiche Wahlkämpferin. 2011 hat sie gegen zwei Mitbewerber im ersten Wahlgang gewonnen, zuvor in der VG Neumagen-Dhron sogar gegen fünf Konkurrenten. Das Ergebnis von 81,3 Prozent Ja-Stimmen sei sehr ordentlich und besser als gedacht.

Horsch: „Das ist für mich Bestätigung, Motivation und Verpflichtung, meine Arbeit weiter so zu machen wie bisher. Auf alle zugehen, um miteinander etwas zu bewirken, dieses Konzept hat sich bewährt, und so soll es bleiben.”

Die Juristin ist nun für acht weitere Jahre gewählt. Weitere fünf Jahre sind es bei ihrem Parteifreund Lars Rieger (41), der seit 2015 Stadtbürgermeister von Schweich ist. 76,8 Prozent der Schweicher Wählerinnen und Wähler stimmen für den gebürtigen Dresdner, 23,2 gegen ihn. Er sei sehr zufrieden und habe mit etwas weniger gerechnet. Rieger: „Man tritt in vier Jahren doch dem ein oder anderen auf die Füße, das lässt sich nicht vermeiden.”

Bürgermeisterwahl VG Schweich. Foto: TV/TV-Grafik
Bürgermeisterwahl Schweich. Foto: TV/Tv

Obwohl er einziger Bewerber ist, hat Rieger den Wahlkampf sehr ernst genommen und fleißig in der Moselstadt getrommelt. „Ich habe mir drei Wochen Urlaub genommen und bin in Schweich von Tür zu Tür gelaufen.” Das habe sich letztlich für ihn, aber auch für die Schweich gelohnt. Wie der Stadtbürgermeister berichtet, hat er bei dieser Gelegenheit eine Spende von 5000 Euro bekommen. Das Geld soll für die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgeräts verwendet werden.