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Bürgerverein legt Widerspruch ein

Bürgerverein legt Widerspruch ein

TRIER. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Bürgerverein Pfalzel und dem Trierer Stahlwerk (TSW) gehen weiter. Der Verein hat Widerspruch gegen den Genehmigungsbescheid der Stadtverwaltung Trier im Bezug auf die TSW-Modernisierung eingelegt.

"Nach unserer Meinung lässt die Genehmigung nicht erkennen, dass ein öffentliches Beteiligungsverfahren vorausgegangen ist", erläutert Hans-Jürgen Wirtz im Namen des Bürgervereins. "Nur in einem einzigen Punkt, der Kapselung und Entstaubung des Schlackebrechers, wurden die Vorschläge von mehr als einhundert Einwendern berücksichtigt." Schon bei der Wiederinbetriebnahme des Werks im Jahr 2003, so Wirtz, sei eine "um etwa 50 Prozent erhöhte Schmelzleistung unter zusätzlichen Lärmschutzauflagen" genehmigt worden. "Diese Auflagen wurden jedoch nicht umgesetzt. Jetzt wird die Leistung erneut in gleichem Ausmaß erhöht." Obwohl eine lärmtechnische Sanierung versprochen worden sei, "wird der nachts zulässige Lärmpegel für die Kenner Lay und den Schälenberg von 35 auf 37 Dezibel erhöht", sagt Wirtz. "Damit werden die derzeitigen Überschreitungen nicht beseitigt, sondern zumindest teilweise legalisiert."