Bummeln. Flanieren. Kaufen.

"Herzlich willkommen bei Freunden in Trier." Unter diesem Motto stand am Samstag der "Tag der Luxemburger", mit dem die City-Initiative Trier jedes Jahr die Gäste aus dem Nachbarland Luxemburg willkommen heißt. Gleichzeitig ging auf dem Porta-Nigra-Vorplatz zum dritten Mal ein Kunsthandwerkermarkt über die Bühne.

Trier. Wer sich am Samstag zur Mittagszeit auf den Weg in die Trierer Innenstadt machte, ließ am besten das Auto zu Hause. Das Parkplatzleitsystem kannte nur eine Info: null Parkplätze. Wer sich nicht früh genug auf den Weg gemacht hatte, muss sich in Geduld üben.
Zeichen für die Großregion


In der Fußgängerzone dagegen flanierten endlose Ströme entspannter Menschen. Musik und kulinarische Delikatessen auf dem Hauptmarkt, gefüllte Straßencafés und Blumen für die Gäste auf dem Kornmarkt. "Wir wollen, dass sich unsere Gäste hier wohlfühlen", sagt Gerd Guillaume, Vorsitzender der City-Initiative Trier. Man richte sich damit nicht nur an die Luxemburger Nachbarn, man wolle damit auch ein Zeichen für die Großregion setzen: "Trier als Treffpunkt für interessante, grenzüberschreitende Begegnungen und entspanntes Einkaufen."
Entspannt ist die Atmosphäre auch auf dem Vorplatz der Porta Nigra sowie im Brunnenhof. Christine Faber von der TTM (Trier Tourismus-Marketing) hat auf dem Design- und Kreativmarkt zur Begegnung mit den schönen Künsten eingeladen. Zeigten in den Vorjahren nur Schmuckdesigner ihre Produkte, so hat sich das Angebot deutlich erweitert.
Die Designerin Felicitas Doll demonstriert an ihrem Stand, was sie mit ihrem Betrieb in Luxemburg an Dienstleistungen erbringen kann. Mit modernen Lasergeräten schneidet sie beliebige Formen aus Acrylglas oder fertigt Gravuren auf Stein an. Ihr Angebot "personalisierte Geschenke" findet bei den Besuchern starkes Interesse. Mit handgemachtem Siebdruck auf T-Shirts lockt der Trierer Cliff Nußbaum. Seine Kollektion zieht nicht nur die Blicke an. Mit dem Publikumsbesuch ist er zufrieden. Doch nicht jeder kauft: "Viele schauen sich das Angebot erst einmal an."
Das geschieht auch bei Rina Weiß, die Schmuck aus Holz anbietet. Wie viele der Aussteller hat sie an der Hochschule in Trier Kommunikationsdesign studiert. Sie ist für diese Veranstaltung aus Landsberg am Lech angereist.
Caroline Ribbentrop gehört zu den zahlreichen Besuchern. Sie ist beeindruckt von der Fülle an guten Ideen, empfindet diese als Inspiration zu eigenem Schaffen. Besonders gefällt ihr, dass auch Kindern Gelegenheit zur eigenen Kreativität gegeben wird. Das findet vor allem im Brunnenhof statt, wo man sich bei Livemusik auch mit Graffitis versuchen kann.
Christine Faber, die den Markt zusammen mit fünf Kooperationspartnern organisiert hatte, freut sich. Mit 35 Ständen ist sie ausgebucht. Dabei hätten es noch mehr sein können: "Vielen musste ich leider absagen."