Bunte Vielfalt  wird Alltag in der Seniorenresidenz  St. Peter in Trier-Ehrang

Kostenpflichtiger Inhalt: Bauprojekte : Seniorenresidenz St. Peter in Trier-Ehrang bald fertig – Die Klinik liegt gleich nebenan

16-Millionen-Euro-Projekt bietet für Betreuung und Pflege ein außergewöhnlich breites Spektrum. Bewohner profitieren ebenso wie die Patienten des Mutterhauses Ehrang von der engen Kooperation.

Zum Spatenstich vor genau zwei Jahren auf dem 5300 Quadratmeter großen Gelände neben dem Krankenhaus in Trier-Ehrang waren viele Gäste gekommen. Wenn die Creatio-Gruppe in einigen Monaten offiziell  zur Einweihung der neuen Seniorenresidenz St. Peter einlädt, wird das nicht anders sein.  Torsten Manikowski, der gemeinsam mit Eric Schmitt die Geschäfte der Gruppe führt, stimmt dann möglicherweise wieder das Ehranger Lied an, um die Bedeutung des 16-Millionen-Euro-Projekts für den Stadtteil musikalisch zu betonen.

„Ich bin ein Ehranger Jung und mehr als stolz, wenn unsere Einrichtung nur ein klein wenig zum Erhalt der Klinik beitragen kann“, versicherte damals der Chef des größten regionalen Anbieters von stationären Pflegeeinrichtungen (siehe Info). Wenige Wochen vor der Fertigstellung der beiden L-förmig angeordneten Gebäude ist er überzeugt: „Wir schließen für die Menschen im Ehranger Land auch eine Versorgungslücke.“

Das Stammpersonal sei bereits eingestellt, teilweise bereits seit 1. August. „Wir machen das vor dem Start, um die Leute einarbeiten zu können.“ Manikowski  betont ausdrücklich, wie wichtig seinem Unternehmen die Mitarbeiter seien. Gutes Gehalt in Kombination mit der kostenfreien Fortbildungsakademie, besonderen Angeboten der Gesundheitsfürsorge und einer attraktiven betrieblichen Altersvorsorge zeigen Wirkung.

Das Logo der Creatio-Gruppe ziert die Fassade des neuen Gebäudes. Foto: Creatio Wittlich

„Wir haben kein Personalproblem“, versichert Manikowski. „Wir sind bunt und wollen das auch bleiben.“ Gemeint sind damit auch die Beschäftigten aus dem Kosovo, die aktiv angeworben werden. „Da gibt es hervorragende Fachkräfte mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen, die auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht unterkommen. Zudem bilden wir in der Gruppe derzeit insgesamt 50 junge Menschen aus.“ Die Besetzung der 80 benötigten Vollzeitstellen für den Betrieb der Seniorenresidenz in Ehrang sei problemlos möglich. Etwa die Hälfte davon sind im Bereich Pflege vorgesehen, der 156 Plätze im gesamten Spektrum bieten wird. Hinzu kommen bei Bedarf Plätze für die Bewohner der sechs Seniorenwohnungen. Ein außergewöhnliches Angebot wird der Intensivpflegebereich für zehn Beatmungspatienten sein, dessen Betrieb dank der engen Kooperation mit der Klinik möglich ist. Dieses komplexe Angebot hat sich bereits vor der Eröffnung herumgesprochen. „Wir bekommen täglich Anfragen, auch aus Ehrang“, sagt Torsten Manikowski und verweist auf das zentrale Belegungsmanagement der Creatio-Gruppe in Wittlich. „Bis zur vollen Belegung wird es aber bis zu zwei Jahre dauern. Wir planen den Aufbau unserer Einrichtung schließlich seriös.“ Auch deshalb wird es nicht schon im November einen Tag der offenen Tür geben, wenn die Seniorenresidenz spätestens ihren Betrieb aufnimmt. Bevor die Bevölkerung sich einen Eindruck von den Angeboten in dem weißen Doppelgebäude machen darf, sollen die Abläufe erprobt und eingespielt sein. Von Beginn an nutzen können Gäste des Hauses aber zumindest die Cafeteria, die auch für Patienten und Besucher des Krankenhauses eine neue Aufenthaltsqualität bieten soll.

Nicht nur deshalb sieht das Klinikum Mutterhaus, das in Ehrang das ehemalige Marienkrankenhaus betreibt, den neuen Nachbarn positiv: „Wir freuen uns auf die enge Kooperation mit der Seniorenresidenz St. Peter, die direkt an unser Klinikum im Stadtteil Ehrang angeschlossen ist“, betont eine Sprecherin. Für die künftigen Bewohner der Seniorenresidenz könne die verfügbare medizinische Versorgung von großem Nutzen sein. Durch die Kooperation gebe es für beide Einrichtungen Synergieeffekte zum Wohl der Patienten und Bewohner.

Vorgesehen sei auch die gemeinsame Nutzung der therapeutischen Leistungen und der Kapelle. „Mit dieser Partnerschaft wollen wir für die Ehranger Bevölkerung eine stationäre wohnortnahe Versorgung sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenpflege sicherstellen. Wir sind uns sicher, dass die Partnerschaft den Standort Ehrang weiter beleben wird.“

Creatio-Geschäftsführer Torsten Manikowski, dessen Eltern in Ehrang leben, hört solche Worte gern. „Ich komme von hier, deshalb beschäftigt mich die Seniorenresidenz St. Peter persönlich mehr als alle anderen Projekte.“