Busfahrer-Streik: Das große Chaos ist ausgeblieben

Busfahrer-Streik: Das große Chaos ist ausgeblieben

Einschränkungen ja, Chaos nein: Der Busfahrer-Streik hat nicht zu den befürchteten großen Problemen im Trierer Stadtverkehr geführt. „Unser Notfallfahrplan hat funktioniert. Wir konnten sogar mehr Wagen einsetzen als gedacht“, bilanzierte Stadtwerke-Verkehrschef Frank Birkhäuer nach der schwierigsten Phase des Streiktags, dem Berufs- und Schülerverkehr.

Während sich die in der Gewerkschaft Verdi organisierten Fahrer schon mit Reisebussen auf den Weg zur Großkundgebung nach Mainz machten, hielten die Stadtwerke mit reduziertem Personal den Betrieb per Notplan aufrecht. Für die meisten Fahrgäste bedeutete das: längere Wartezeiten, zum Teil überfüllte Busse. Auf einzelnen Linien ging aber gar nichts. So fällt den ganzen Tag über die Linie 2 (Heiligkreuz-Zewen) aus; die 1 (Ruwer-Euren), die ursprünglich ebenfalls gestrichen werden sollte, verkehrt nun doch im 20-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen Euren-Helenenbrunnen und Karl-Marx-Haus (Altstadt).

Am härtesten betroffen vom Ausstand ist die Nordstadt. Weil die 1 dort nicht fährt, müssen Fahrgäste auf die Linien 30 (verkehrt nach Plan) und 5 ausweichen, was zum Teil mit längeren Fußwegen zu den Haltestellen verbunden ist.

Für großen Ärger sorgten die digitalen Anzeigetafeln auf dem Hauptbahnhofsvorplatz. Darauf tauchen auch die Busse auf, die nicht fahren (z. B. die Linie 4), allerdings mit einem Sternchen versehen. Laut Frank Birkhäuer sei das "technisch leider nicht anders regelbar. Die Bus-Anzeigen mit Sternchen entsprechen dem üblichen Fahrplan. Wenn die Abfahrtszeit verstrichen ist, verschwinden diese Linien auch wieder vom Bildschirm."

Ab 9.30 Uhr fahren die meisten Busse wieder regelmäßig. Vom Streik im öffentlichen Dienst sind in Trier heute unter anderem auch die Müllabfuhr betroffen und die städtische Kindertagesstätte in Alt-Tarforst, die geschlossen bleibt.

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