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Chinesischer Garten kommt auf den Petrisberg

Chinesischer Garten kommt auf den Petrisberg

Oberbürgermeister will bei Dienstreise in die Volksrepublik Chancen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ausloten.

(woc) Seit genau zwei Jahren ist Wolfram Leibe Oberbürgermeister von Trier. Zu den erklärten Zielen seiner Amtszeit gehört auch die Umstrukturierung der Stadtverwaltung. Erst kürzlich hat er das Protokollamt ersatzlos aufgelöst. "Aber keine Angst, ein Amt für Außenpolitik wird nicht eingeführt", erklärte Leibe am Montag bei einem Pressegespräch.
Ein Scherz, bei dem aber auch ein bisschen Stolz mitschwingt. Denn zum offiziellen Programm seiner Dienstreise nach China, die der OB am Samstag antritt, gehört auch ein Termin im chinesischen Außenministerium. Worum es konkret bei diesem Gespräch gehen soll, dazu äußerte sich Leibe nicht. Ziel der Reise insgesamt soll allerdings sein, Chancen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Volksrepublik und Trier auszuloten.

Rudi Müller, Präsident der Trierer Handwerkskammer, begleitet Leibe auf der Reise. Auch sein persönlicher Referent ist dabei und eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die fließend Chinesisch spricht und dolmetschen wird.
Nicht nur die Wirtschaft, auch die Wissenschaft soll enger aneinander rücken. In Triers Partnerstadt Xiamen will Leibe unter anderem dafür werben, dass wieder mehr chinesische Austauschstudenten nach Trier kommen.

Thema wird auch der chinesische Garten sein, den die Partnerstadt Trier schenken will und der bereits seit 2012 in Planung ist. Der ursprünglich ins Auge gefasste Platz auf dem Campus II der Universität komme allerdings nicht mehr infrage, sagte Leibe. Stattdessen soll der Garten auf einem Abschnitt des Petrisbergs eingerichtet werden.
In Peking steht ein Treffen mit Wu Weishan auf dem Programm, dem Bildhauer, der die Karl-Marx-Statue als Geschenk für Trier fertigen wird. "Er will mir seine Werke zeigen. Über Details des Karl-Marx-Denkmals werden wir allerdings nicht verhandeln - diese Gespräche liegen in der Verantwortung von Baudezernent Ludwig", betonte Leibe.

Daran, dass der Stadtrat am Donnerstag der Statue mit einer Größe von 5,50 Metern und am Standort Simeonstift zustimmen wird, hat der Rathauschef keine Zweifel. "Ich gehe davon aus, dass der Rat mit großer Mehrheit zustimmen wird."