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Christiane macht Mittag – im Venezia in der Trierer Neustraße ET0302

Kostenpflichtiger Inhalt: Gastro-Kolumne : Christiane macht Mittag – im Venezia in der Trierer Neustraße

Manchmal muss es eben Pizza sein. Normale Pizza in einer normalen Pizzeria für normale Leute. Wenn dann noch in einem Holzofen das Feuer flackert, ist aller Arbeitsfrust vergessen.

Wer meint, ich würde mir auf der Arbeit ja immer nur den Bauch vollschlagen und dann lustig diese luftige Kolumne tippen, irrt. Zu tiefe Einblicke will ich gar nicht gewähren und auch nicht jammern. Nur so viel: Manchmal muss es mittags Pizza sein. Pizza beruhigt. Pizza ist lecker. Pizza kann man mit den Händen essen. Und vor allem: Pizza errinnert mich an Italien. Und in Italien ist immer alles gut. Also, für mich persönlich zumindest.

In der Pizzeria Venezia in der Trierer Neustraße flackert gleich hinter der Theke das Feuer im offenen Holzofen. Auch sonst ist alles so, wie es in einer normalen Pizzeria für normale Leute sein sollte: Große Tische, rustikale Stühle, an den Wänden Gemälde mit Gondolieri, und aus der Musikanlage schmalzt Andrea Boticelli.

Die Mittagskarte offeriert zudem eins der günstigsten Angebote der Stadt: Sieben große Pizzen – von der Diavolo mit Peperoniwurst, Peperoncini und Käse bis zur Vegetale mit Champignons, Paprika, Zwiebeln und Käse – zu je 5,70 Euro. Auch alle Mittagstisch-Salate – davon einer ohne Fleisch – und sämtliche Nudelgerichte kosten nur 5,70 Euro. Ebenfalls auf der Mittagskarte: Schnitzel mit Pommes und Salat für 6,90 Euro. Aber große Fleischgerichte zu einem solchen Preis bestelle ich aus mehreren Gründen grundsätzlich nicht. Das Konzept funktioniert jedoch: Das Venezia hält sich mittlerweile schon seit 17 Jahren in der Neustraße – mit dem gleichen Betreiber.

Foto: Christiane Wolff

Meine Pizza Rucola ist so, wie der Holzofen es mir versprochen hat: Der Boden riecht lecker nach Hefe, ist dünn, wirft kleine, gebräunte Blasen und ist knusprig bis zur Mitte. Tomatensauce und Käse verschmelzen zu einer saftig-samtigen Einheit. Und obendrauf liegt viel knackig grüner Rucola. Darüber gestreut sind große Parmesanraspel. So, wie sie aussieht, schmeckt die Pizza auch: Nach Hefeteig, Tomaten, Käse und Rucola. Und sonst nach nichts. So soll es sein. Für alle, die mehr wollen, stehen Salz- und Pfeffermühle auf dem Tisch. Und natürlich das mittlerweile in deutschen Pizzerien obligatorische Pepperoni-Öl, im Venezia zumindest serviert in einer appetittlich sauberen Flasche.