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Viezjupp: Christo und die Aacher Äpfel

Viezjupp : Christo und die Aacher Äpfel

An das Dauergerüst an den Kaiserthermen hat man sich ja gewöhnt. Das steht da gefühlt seit ungefähr 1998, weil die alten Mauern ebenso wie die eingerüstete Kopie der Igeler Säule im Landesmuseum möglicherweise umkippen würden, sobald ein nicht mehr ganz so leises Lüftchen weht.

Die Konstantinbasilika besteht vor allem aus ergänzenden Mauern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Von Einsturzgefahr ist da aber bisher nichts bekannt. Und trotzdem steht da ein Gerüst.

Nun taucht eine solche Konstruktion kurz vor dem Festival Porta3  auch noch vor der Porta Nigra auf. Ist etwa der Speis zwischen den römischen Quadern bröckelig geworden?. Mein Freund Klaus hat mir erklärt, dass ich falsch liege. Denn das Teil kommt ohne Mörtel aus. Die Lösung: Ein gewisser Christo Wladimirow Jawaschew in der Stadt. Inkognito unter seinem Künstlernamen Christo. Sagt Klaus. Und eben jener Künstler verhüllt gerne. Nach Berliner Reichstag, der verhüllten Brücke in Paris und The Floating Piers in Italien sind nun Porta, Basilika und Mariensäule an der Reihe.

Und wer genau hinhört, kann auch schon nachts das Klappern der Gerüstteile hören, die den Berg zur Mariensäule hochgeschafft werden. Oder waren das nur wieder die lauten Bauarbeiter, die man derzeit abends vor der Porta hört? Ich bin inzwischen sicher, dass ich in ein paar Tagen morgens erst die Augen aufmache und mir sie mir dann ungläubig reiben muss. Denn dann macht Christo Ernst, und mariensäule, Tor und Kirche sind verschwunden. Unter Stoffbahnen, die mit Aacher Viezäppelchen bedruckt sind. Schönes
Wochenende!