Christoph Grimm: "Der Name Hindenburg muss weg!"
Trier. (rm.) Prominente Unterstützung erhält die CDU für ihre Anregung, das Hindenburg-Gymnasium umzubenennen. Dafür ist auch Ex-Landtagspräsident Christoph Grimm. Der Sozialdemokrat setzt sich seit 1981 für eine Umbenennung auch der Straße ein.
Gewundert hat sich Christoph Grimm (64), als er gestern im Trierischen Volksfreund von der Anregung der CDU-Fraktion las, "eine Umbenennung des Hindenburg-Gymnasiums" (HGT) zu diskutieren. Die Verwunderung resultiert aus einem offenkundigen Sinneswandel der Christdemokraten. Bereits am 15. Juni 1981 beantragte Grimm im Stadtrat eine Umbenennung von Gymnasium und Hindenburg-Straße. "Aber ohne Erfolg. Die CDU hat das strikt ablehnt, und damit war keine Mehrheit in Sicht", erinnert sich der SPD-Mann. Spätere Vorstöße scheiterten ebenfalls: "Die CDU zeigte keinerlei Verständnis." Auch als Landtagspräsident (1991 bis 2006) trat Grimm für einen "wahrhaftigen Umgang mit Geschichte" und diskutierte zuletzt 2003 mit HGT-Schülern seinen Standpunkt: "Straßen und öffentliche Gebäude dürfen nicht die Namen von Personen tragen, die eine verhängnisvolle Rolle gespielt haben". Paul von Hindenburg (1847 bis 1934) habe "als Reichspräsident maßgeblich zum Niedergang der Weimarer Republik beigetragen und nicht Hitler die Macht ergreifen lassen, sondern sie ihm übertragen". Nicht nur vor dem Hintergrund des 75. Jahrestag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (30. Januar) sei der aktuelle CDU-Vorstoß sinnvoll: "Der Name Hindenburg muss weg", fordert Grimm, der am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium sein Abitur ablegte und nun auf breite Zustimmung für den CDU-Antrag" hofft. Wie ist Ihre Meinung? Ihre Zuschrift sollte maximal 30 Zeilen à 30 Anschläge lang sein und bis heute, 14 Uhr, vorliegen. E-Mail: echo @volksfreund.de