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City Beach und Moselperle wollen bald öffnen: Was bieten sie dieses Jahr?

Outdoor-Locations : Citybeach und Moselperle wollen bald öffnen - Womit locken sie in diesem Jahr die Gäste in Trier?

Nach pandemiebedingten Einschränkungen kehrt Normalität zurück. Das soll auch für die beliebten Trierer Outdoor-Locations Skybeach und Moselperle gelten. Bis zum jeweiligen Saisonstart voraussichtlich im Mai ist aber noch einiges zu regeln.

Der Frühling ist da. Kommen nun auch die beliebten Trierer Gastro-„Strände“ wieder? „Ja, wir arbeiten daran“, sagt Alexander Brittnacher, Betreiber sowohl des Citybeach (Simeonstraße 46) als auch der Strandbar Moselperle beim Nordbad.

Ein kleines Fragezeichen über dem Zeitpunkt der Saisoneröffnung auf der Dachterrasse des ehemaligen Karstadt-Warenhauses. Die Stadtverwaltung macht ihre Genehmigung von „statischen Anpassungen“ abhängig. „Es geht darum. die vorhandene Absturzsicherung zur Simeonstraße hin noch stabiler zu machen“, erläutert Brittnacher. In der Erfüllung dieser Auflage sieht der 43-Jährige Gastronom (Sim, Altes Brauhaus) „kein Problem. Das wird in den kommenden Tagen und in engem Austausch mit der Stadt erledigt“. Anschließend werde die Terrasse strandgerecht möbliert. „Mitte Mai“ könnte es dann losgehen auf dem Citybeach, der über die 92 Stufen des alten Karstadt-Treppenhauses zu erreichen ist.

A propos Karstadt: Nach der insolvenzbedingten Schließung des Warenhauses im Herbst 2020 müssen sich Brittnacher und sein Projekteiter Andreas Schuld (31) mit Jahresverträgen begnügen. Das Strandvernügen in luftiger Höhe mit Top-Aussicht auf den Dom würde enden, wenn ein neuer Mieter in dem aktuell bis aufs Erdgeschoss verwaisten Verkaufstempel eigene Pläne zur Nutzung der Dachterrasse hätte. Doch da die künftige Nutzung der Immobilie weiterhin in den Sternen steht, kann der City Beach zumindest noch bis zum Herbst bleiben.

Die Rahmenbedingungen sind wie gehabt: Platz ist für knapp 200 Gäste, Öffnungszeiten: von 15 Uhr (an Sonn- und Feiertagen früher) bis spätestens Mitternacht. Auch musikalische Berieselung durch regionale Discjockeys soll es wieder geben. Dabei wünscht sich Brittnacher „stabileres Wetter“ als in der coronabedingt erst Mitte Juni gestarteten Saison 2021: „Die ist unterm Strich suboptimal gelaufen und hat uns einen Erfahrungswert beschert: Wenn es morgens eine Stunde oder länger regnet, dann kannst Du aus gastronomischer Sicht den Rest des Tages abhaken.“

So sei unabhängig von den noch nötigen baulichen Nachbesserungen der Saisonstart für den Citybeach auch vom Wetter abhängig. „Wir bereiten alles mit Hochdruck vor, brauchen aber auch meteorologischen Hochdruck, um wie gewünscht loslegen zu können.“

Bei guten äußeren Bedingungen könnte die Moselperle sogar schon früher öffnen als ihr Pendant in der Altstadt. Zu Beginn kommender Woche wolle das Amt StadtRaum das Ufergelände beim Freibad Nord mit 350 Kubikmetern Sand präparieren, kündigt Rathaus-Pressesprecher Michael Schmitz an: „Die Auftragsvergabe läuft. Wir sind dran.“

Brittnacher schätzt, dass das sein Team anschließend etwa fünf Tage braucht, um die Strandbar-Landschaft samt Gastro-Infrastruktur aufzubauen: „Wenn alles gut klappt, können wir in der zweiten Mai-Woche an den Start gehen.“ Anders als angesichts der Ein-Jahres-Verträge für die Ex-Karstadt-Dachterrasse ist beim Beach-Club am Moselufer eine längerfristige Planung möglich. Brittnacher, mit dem die Stadt 2021 nach einem Betreiber-Auswahlverfahren einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen hat, ist also noch bis 2025 im Boot – für ihn „die Voraussetzung für gezielte Investitionen“. In diesem Jahr soll ein zweiter Barcontainer hinzukommen und das Getränkeangebot vergrößern. Das kulinarische Angebot werde ebenfalls erweitert.

 Seit 2020 verwandelt sich das Moselufer beim Freibad Trier-Nord ab dem Frühjahr in eine Strandlandschaft – mit der Moselperle (Foto) als Gastro-Zone.
Seit 2020 verwandelt sich das Moselufer beim Freibad Trier-Nord ab dem Frühjahr in eine Strandlandschaft – mit der Moselperle (Foto) als Gastro-Zone. Foto: TV/Anja Theis

Brittnacher, der nach zweijähriger Corona-Pause im Juni wieder einen Beach für ein auf dem Luxemburger Kirchberg ansässiges Unternehmen betreibt, will das Angebot an der Mosel auch in kultureller Hinsicht weiterentwickeln. Neben sonntäglichen DJ-Gastspielen plane er eine Live-Konzert-Reihe mit Bands. Sofern neben dem Wetter auch die Mosel mitspiele. Am 15. Juli 2021 wurde auch der städtische Strand samt Gastro-Zone vom Hochwasser heimgesucht. Brittnacher und sein Team hatten das Bar-Equipement und das Mobiliar per mobilem Kran gerade noch vor der Flut retten können.