City Campus trifft Illuminale: Tausende erleben Wissenschaft zum Anfassen in Trier

City Campus trifft Illuminale: Tausende erleben Wissenschaft zum Anfassen in Trier

Trierer Hochschulen treffen die Illuminale: Am Freitagabend hat sich die Innenstadt in ein Farben- und Lichtermeer verwandelt. "Nächtliche Geistesblitze - Wissen schafft Licht" lautete das Motto. Tausende nutzten die Gelegenheit, Wissenschaft einmal hautnah zu erfahren.

"Wissenschaft verbindet sich mit Kunst. Ich bin stolz auf die Stadt und ihre Hochschulen." Ministerpräsidentin Malu Dreyer freut sich anlässlich der Eröffnung von "City Campus trifft Illuminale", wieder in ihrer Heimatstadt zu sein.

Auf der Viehmarktplatz-Bühne dankt sie den Hochschulpräsidenten, dass sie dieses "wundervolle Event" unterstützen. Auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe dankt allen Mitwirkenden: "Es ist eine Wahnsinnsaufgabe, was Stadt und Hochschulen mithilfe des Landes leisten." Neben Kiel sei Trier bundesweit die einzige Stadt, die solch ein Event gefördert bekomme.

Glücklicherweise hat auch Triers Schutzpatron Petrus ein Einsehen. Das Wetter hält, der Regen bleibt aus. So können sich viele Interessierte auf eine im wahrsten Sinne des Wortes "erhellende" Rundreise machen: vom Viehmarktplatz über Antonius-Kirche, Theater, Augustinerhof, Rathaus und Humboldt-Gymnasium. Zu Studiengängen von Uni und Hochschule gibt es nicht nur trockenes Infomaterial. Die Lebensmitteltechniker haben Anschauungsmaterial über ihr Bienenprojekt mitgebracht. Von der Bohne bis zur Tafel erfährt man alles über Schokolade. Der Umwelt-Campus Birkenfeld lässt Besucher die Zugfestigkeit von Materialien testen.

Auf einer Wiese vor dem Theater leuchten "Bäume". Kinder der Keune-Grundschule haben die Objekte im Unterricht gebastelt mit Weiden, die, in Wasser eingeweicht, als Gerüst dienen. Dann wird Lampionpapier drübergespannt. Die eingesetzten Leuchtmittel bringen die Objekte mit einsetzender Dunkelheit voll zur Geltung. Auch Maiglöckchen und Kakteen sowie Objekte aus früheren Illuminale-Events erfreuen auf der Theaterwiese die Besucher. Mit einem "Gemüsegarten" beteiligen sich Menschen vom Club Aktiv an der Präsentation, für die das Kulturbüro der Stadt Trier verantwortlich zeichnet.
Arche aus Altmaterial

Foto: Klaus Kimmling


Gleich um die Ecke der nächste Hingucker: Eine Arche, die Kinder der Barbara-Grundschule aus Altmaterial hergestellt hatten. Upcycling, frei übersetzt Wiederaufwertung, heißt diese Kunstform. Das Material hatten die Schüler in Kellern und vom Sperrmüll gesammelt. "Es hat ganz doll Spaß gemacht", sagt Mara (6). Sie hat an den Löwen im "Bauch" der Arche mitgebastelt. Das Projekt wurde unter Anleitung von Barbara Siegert umgesetzt. Sie ist eine vom Land finanzierte "künstlerische Begleiterin" an der Barbara-Schule.

Studenten aus ganz Deutschland haben sich zusammengetan, um das Trierer Event durch eine Beamer-Präsentation vor dem HGT zu bereichern. Buchstaben, die man auf einem Computer eingeben konnte, wurden an die große Fassade projiziert. "Letztes Jahr waren wir noch mit mechanischen Projektoren dabei", sagt Peter Ehses.

Auf dem Augustinerhof nutzen viele Kinder die Gelegenheit, einen Lampion zu basteln. Auch am Lernspiel "Wir basteln ein Vokabel-Memory" beteiligen sich viele Jugendliche. Warum brauchen wir einen Nationalpark? Dieser Frage wird im Rahmen einer Mitmachaktion für Kinder auf dem Augustinerhof spielerisch nachgegangen. Das 42 Kilogramm leichte Elektroauto der Fachhochschule ist ein Besuchermagnet auf dem Augustinerhof.

Beim Science-Slam auf der City Campus-Bühne geben Wissenschaftler auf humorvolle Weise Einblick in ihre Forschertätigkeit. Dutzende von interessanten Themen werden den Besuchern in Vorträgen und Präsentationen nähergebracht. Ob intelligente Computer, Karl Marx und China oder der Verbraucher-Check - an allen Ecken und Enden wartet Interessantes und Wissenswertes.