City-Initiative freut sich über ein neues altes Mitglied

City-Initiative freut sich über ein neues altes Mitglied

Das Modehaus SinnLeffers kehrt wieder in die City-Initiative Trier zurück. Geschäftsführer Michael Cornelius sieht das als Schritt, die Differenzen im Trierer Einzelhandel auszuräumen.

Trier. Es war eines der Hauptgesprächsthemen beim Sommerfest von Einzelhandelsverband und City-Initiative Trier am vergangenen Wochenende: Michael Cornelius, Geschäftsführer von SinnLeffers, hat die Rückkehr seines Unternehmens in die City- Initiative Trier angekündigt. "Es ist schön, einen weiteren starken Partner im Boot zu haben, der sich aktiv für die Interessen der ältesten Stadt Deutschlands interessiert und engagiert", so kommentierte die erste Vorsitzende der City-Initiative, Karin Kaltenkirchen, den Vorgang. Dass dieser Wiedereintritt in Händlerkreisen für so viel Gesprächsstoff sorgte, liegt an der jüngeren Vergangenheit. Mehrfach hatte es nämlich Streit im Trierer Handel gegeben, nachdem sich eine neu gegründete Interessengemeinschaft (IG) für den Einzelhandel zu Wort gemeldet und die City-Initiative kritisiert hatte. Anlass zur teils heftig vorgetragenen Kritik waren vor allem die von der City-Initiative vorgeschlagenen und teils per Mitgliederentscheid festgelegten Termine der verkaufsoffenen Sonntage. Mitglied dieser neuen Interessengemeinschaft war neben den Geschäftsführern der beiden Kaufhöfe, von Karstadt, dem Media Markt, und Saturn auch SinnLeffers-Chef Michael Cornelius. Wegen eines internen Führungswechsels sei SinnLeffers nicht mehr in der City-Initiative gewesen, sagte Cornelius dem TV. Nun sei es Zeit, das wieder zu ändern. Er sei des weitgehend öffentlich ausgetragenen Streits überdrüssig. Natürlich gebe es kritische Themen, aber die sollten im Vorfeld und nicht öffentlich diskutiert werden. Der Handel in Trier müsse ein geschlossenes Bild abgeben. "Wir Großen sind in der Pflicht, uns mit den Kleinen auseinanderzusetzen und geschlossen als Händlergemeinschaft für unsere Kunden da zu sein", sagte Cornelius, der seit März das Trie-rer SinnLeffers-Haus mit 100 Mitarbeitern an zwei Standorten leitet.
Die Interessengemeinschaft der großen Häuser habe weiter Bestand, sagte Cornelius, und er teile auch nach wie vor einige der Forderungen. Sich für einen verkaufsoffenen Sonntag am 2. Dezember einzusetzen, womöglich über eine Ausnahmegenehmigung beim Land, hält er ebenso für sinnvoll, wie über einen Termin für ein Mitternachtsshopping nachzudenken. Dann aber gelte: "Alle oder keiner." Gerade bei solchen Aktionen sei Geschlossenheit wichtig.
Eine Änderung der Stimmgewichtung innerhalb der City-Initiative, auch eine Forderung aus Kreisen der großen Unternehmen, hält Cornelius nicht für vordringlich nötig. In der City-Initiative hat jedes Unternehmen, egal ob Einzelhändler oder Kaufhaus, eine Stimme. Wichtiger sei ihm, meinte Cornelius, nun interne Überzeugungsarbeit zu leisten und zu zeigen, "dass wir vernünftige Partner sind".

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