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Claus Piedmont ist Direktkandidat für die FPD im Mainzer Landtag

Landtagswahl : Claus Piedmont will für die FDP in den Landtag

Claus Piedmont hält Traditionen hoch. Seine Familie, ihr Besitz und der Ehrgeiz von Generationen haben den FDP-Direktkandidaten im Landtagswahlkreis Trier-Schweich zu dem gemacht, was er heute ist.

Der Wein, der Wald, der Garten, die Jagd: Wer Claus Piedmont nach seinen Hobbys oder Interessen fragt, erhält genau diese Antwort. Piedmont ist ein Urgestein. Ein Mann, der deutliche Meinungen hat und der klare Prioritäten setzt. Eine Eigenschaft, die er offensichtlich von seinem  Ur-Großvater Julius Piedmont geerbt hat.

Der zeugte elf Kinder und beschloss, mit soviel Nachwuchs aufs Land zu ziehen. Er kaufte ein Weingutsgebäude aus dem 17. Jahrhundert nebst Ländereien in Konz-Filzen und begründete damit die Winzer-Dynastie der Piedmonts, wenn man so will. Immerhin wird das Weingut mittlerweile in der fünften Generation bewirtschaftet (Claus Piedmonts Tochter Sitta ist Nummer fünf) und gehört zum Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) Mosel-Saar-Ruwer.

Auf diese Tradition ist der 62-Jährige besonders stolz. „Tradition ist enorm wichtig. Ein Produkt der Erziehung. 1881 haben wir zum ersten Mal Flaschen mit Wein abgefüllt“, erzählt er so, als sei er dabei gewesen. Natürlich war es für ihn keine Frage, dass auch er einmal Winzer wird. 1975 begann der damals 16-Jährige eine Lehre an der damaligen Landeslehranstalt und arbeitete auf den Domänen in Avelsbach, Ockfen und Serrig (Saar). Nach dem Fachabi und der Bundeswehr studierte Piedmont schließlich in Geisenheim (Hessen) und verließ die staatliche Hochschule als Weinbauingenieur. Seit 1982 bei der Landwirtschaftskammer angestellt, ist er seit 1991 auf der Prüfstelle der Landwirtschaftskammer für alle Weinbauangelegenheiten in Trier-Saarburg zuständig.

Landwirtschaft und Weinbau, das sind die Felder, die die Familie Piedmont seit jeher umtreiben. In der Praxis und in der Politik. Vielleicht hat genau das mit dazu beigetragen, dass Claus Piedmont einen immensen Wissenschatz hat, wenn es um weinbauliche und landwirtschaftliche Zusammenhänge geht. Bei Winzern jedenfalls ist seine Expertise stets gerne gefragt.

Und wenn der 62-Jährige nichts auf der Arbeit, im Weinberg im Garten oder im Wald zu tun hat, findet man ihn auf der Jagd. „Mein Großvater Claus und mein Vater Max haben die Filzener Jagd seit 1945 gepachtet. Meine Tochter Sitta hat schon mit 15 Jahren den Jagdschein gemacht“, sagt er. Tradition verpflichtet eben. Das gilt auch für die Parteizugehörigkeit. Zumindest für Claus Piedmont.

„Bevor es die FDP gab, waren meine Vorfahren in der Deutschen Zentrums-Partei“, sagt er. (Anm.d.Red. Die Zentrums-Partei war bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 als Vertreterin des katholischen Deutschlands und des politischen Katholizismus eine der wichtigsten Parteien im Deutschen Reich.)

Piedmonts Vater Max zog es nach der Gründung der FDP zu den Liberalen, und er machte dort Karriere. „Mein Vater war 23 Jahre lang FDP-Landtagsabgeordneter.“ Klarer Fall für den Sohn, dass er in dessen Fußstapfen treten wollte. 1987 wurde er FDP-Mitglied, 1988 sogleich Vorsitzender im Kreis Trier-Saarburg und 1989 Fraktionsvorsitzender im Kreistag. „Zwischen 1994 und 2004 war eine Pause, da waren wir nicht im Kreistag vertreten. Aber seit 2004 bis heute bin ich Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag.“ Und nach dieser langen Zeit ist er optimistisch, was sein persönliches Wahlergebnis am 14. März angeht.

„So zehn Prozent wären schon schön“, hofft er und schätzt, dass die Freien Demokraten bei der Landtagswahl sieben Prozent holen werden.