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Corona AfA Hermeskeil Quarantäne

Gesundheit : AfA Hermeskeil: Warum es trotz Infektionen keine komplette Quarantäne mehr gibt

Wie passt das zusammen? Am Freitag endete für den Großteil der Bewohner der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) Hermeskeil die Quarantäne. Dies teilte die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion mit. Dabei waren am selben Tag zahlreiche Infektionen gemeldet.

73 neue Infektionen mit dem Coronavirus meldete das Gesundheitsamt Trier-Saarburg am Freitag. 28 davon waren Fälle aus der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) Hermeskeil. Nur wenige Stunden nach dieser Meldung teilte die für die AfA zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier mit, dass für den Großteil der Bewohner die Quarantäne ende.

Der TV hat nachgefragt, wie das zusammenpasst. ADD-Pressesprecherin Eveline Dziendziol teilt dazu mit, dass die Einrichtung am 23. November komplett unter Quarantäne gestellt worden war, „als sich mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert hatten und man die Infektionsherde nicht mehr eindeutig zurückverfolgen konnte.“ Aktuell stehe noch ein Haus mit rund 70 Kontaktpersonen unter Quarantäne.

Die Zahl der am Freitag gemeldeten Neuinfektionen entstehe im Wesentlichen aus zwei Gründen: Einerseits einer verzögerten Meldung von Positivfällen, die bereits Anfang der Woche mit Antigentests getestet wurden und nunmehr durch PCR-Test bestätigt wurden. „Andererseits gab es am Donnerstag Abschlusstests für Kontaktpersonen, davon waren elf positiv.“ Die Betroffenen sowie deren Kontaktpersonen seien unmittelbar abgesondert worden. Dadurch sei das Infektionsrisiko für den Großteil der Bewohner minimiert worden.