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Corona bremst Karneval und Theater in Ehrang aus

Vereine : Corona bremst Karneval und Theater in Ehrang aus

In vielen Gesprächen hat sich der Vorstand des Theater- und Karnevalsvereins „Blau-Weiß“ 09 Ehrang Gedanken zur aktuellen Situation gemacht. Es ging um Absagen, aber auch die intensive Suche nach Perspektiven für die Zukunft.

„Wir haben uns eingehend mit der Frage, ob und wie die Karnevalssession 2020/2021 unter den bestehenden Bedingungen überhaupt stattfinden kann, beschäftigt“, erläutert der erste Vorsitzende Jürgen Haubrich. Daher stellte man sich die Frage, ob die „Ehriker Foasenicht“ nur annähernd so gefeiert werden kann, wie sie gelebt wird. Tanzen, singen, schunkeln mit Mund-Nasen-Schutz ist aus Sicht des Vereins nicht vorstellbar.

Die Vorstandsmitglieder haben sich dazu entschieden, keine Kompromisse oder gar Risiken für Mitglieder und Gäste einzugehen und beschlossen, dass alle karnevalistischen Veranstaltungen in der Session 2020/2021 abgesagt werden. Selbst die für den 11. November vormittags geplante Fußwanderung nach Lorich, wo im Landgasthaus Lenerz pünktlich um 11.11 Uhr auf die Eröffnung der Session angestoßen werden sollte, kann nach den neuesten Corona-Beschränkungen nicht stattfinden.

Auch die ursprünglich von Oktober 2020 auf April 2021 verschobene Theaterspielzeit wird wieder vorausschauend abgesagt. „Für die Spielzeit im April müssten unsere Proben bereits im November beginnen“, sagt Maria Löw, die 2019 als neue Theaterleiterin auf Gertrud Haas folgte. „Proben auf Abstand und mit Mundschutz, hinzukommend die Ungewissheit, wie die Verordnungen im Frühjahr 2021 aussehen werden – all das hat uns zu der Entscheidung geführt, die Theaterspielzeit 2020 ersatzlos zu streichen und zu hoffen, dass wir im Sommer 2021 mit den Proben für die reguläre Spielzeit im Oktober starten können.“

Stattdessen macht sich ein fünfköpfiges Gremium Gedanken über alternative Formate. „Uns ist es das wichtigste Anliegen, unsere Mitglieder und Gäste zu schützen, gleichwohl aber auch coronakonforme Alternativen anzubieten, die das soziale Miteinander fördern und die Aktiven bei der Stange halten“, betont der zweite Vorsitzende Dennis Labarbe. Hierzu haben sich die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen regelmäßig zu Vorstandssitzungen getroffen, um entsprechende Ideen zu sammeln. Sobald passende Alternativen gefunden sind, wird der Verein informieren.