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Corona-Impfung ohne Termin in Trier und Trier-Saarburg

Gesundheit : Geimpft wird nun auch in den Trierer Stadtteilen und ohne Termin

Wochenlanges Warten auf einen Impftermin? Das ist derzeit Geschichte. Trotz kurzer Wartezeiten gibt es jedoch viele Ungeimpfte. Denen kommen die Impfärzte im wahrsten Sinne des Wortes nun entgegen.

Bis weit in die Luxemburger Straße standen im Dezember Menschen, um eine Impfung gegen das Coronavirus zu ergattern. Damals gab bei de regulären Terminvergabe über das Portal des Landes Rheinland-Pfalz längere Wartezeiten. Auch einige Ärzte hatten erst im Januar Termine frei. Inzwischen hat sich die Lage geändert. Das schafft offensichtlich Räume für neue Angebote. Was alles möglich ist und was nicht geht. Darüber gibt Ernst Mettlach, Sprecher der Stadtverwaltung Trier, Auskunft.  

 Wie lange beträgt aktuell die Wartezeit, wenn man sich übers Impfportal anmeldet?

Wer sich jetzt über das Impfportal des Landes Rheinland-Pfalz für einen Termin im Impfzentrum anmeldet, erhält Stand heute innerhalb von fünf Tagen einen Termin. 

Warum gibt es nun wieder das Impfen ohne Termin im Impfzentrum?

Die lange Warteliste, die es vor allem mit Blick auf die Boosterimpfungen gab, haben wir dank der hohen Kapazität unseres Impfzentrums abgearbeitet. Deswegen nimmt die Zahl der angemeldeten Impftermine bei uns derzeit stark ab. Das gibt uns die Möglichkeit, in der Woche vom 24. bis 28. Januar auch im Impfzentrum Leute zu impfen, die sich nicht angemeldet und daher keinen Termin haben. Das wäre im bisherigen Betrieb unter Volllast nicht möglich gewesen, da das Impfen ohne Anmeldung für uns deutlich aufwändiger ist.

Wie sieht es bei den anderen Impfanbietern in der Stadt bezüglich der Nachfrage aus?

Die Warteliste haben wir Impfzentrum Trier abgearbeitet, die Nachfrage nach Impfungen lässt nach. Das hören wir auch von anderen, die in Trier Impfungen anbieten.

Warum wird in Trier nun auch jenseits des Impfbusses in den Stadtteilen geimpft?

Jede Impfung zählt. Wir möchten es daher den Leuten bei uns in Trier und der Region so einfach wie möglich machen, sich impfen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass wir mit solchen Aktionen in Stadtteilen und Einrichtungen Menschen erreichen, die sich zwar impfen lassen wollen, für die aber die reguläre Anmeldung oder der Weg zu einem Arzt oder ins Impfzentrum eine Hürde darstellt. Deswegen haben wir schon länger, je nach Bedarf und Möglichkeit auch mit niederschwelligen Sonderaktionen außerhalb des Impfzentrums geimpft und denken auch laufend darüber nach, an welchen Stellen oder in welcher Form das noch sinnvoll sein könnte. Auch das Klinikum Mutterhaus ist seit einiger Zeit mit seinem Impfteam auch in Trier unterwegs uns impft in Einrichtungen, in denen Menschen erreicht werden können, die sonst vielleicht nicht von sich aus zu uns kommen würden.

Wie ist der Tourplan für die Stadtteilimpfungen in der kommenden Zeit?

Folgende Termine haben wir jeweils mit Partnern vor Ort vereinbart: Am Freitag, 28. Januar, am Mariahof 27 im Raum der Gemeinwesenarbeit. Am Montag, 31. Januar in Trier-Süd im Pfarrsaal der Pfarrei St. Matthias, Matthiasstraße 79.  Die Termine  sind jeweils von 9 bis 16 Uhr.  Für Februar ist noch am 1. Februar ein weiterer Impftermin in der Tufa geplant.

Das weitere Vorgehen beim kommunalen Impfen wird sich der Nachfrage in den kommenden Tagen anpassen.

Welche weiteren Angebote sind geplant? 

Aktuell bereiten wir gerade einen Rettungswagen der Trierer Feuerwehr vor, der dann als Impfmobil durch die Stadt und die Orte im Kreis Trier-Saarburg fahren soll. So können wir schnell und flexibel überall impfen. Der genaue Startzeitpunkt ist noch nicht klar.  

Wie läuft es derzeit mit den Impfungen U12?

Jeder, der seine Kinder für eine Impfung beim Impfportal des Landes angemeldet hat, hat von uns einen Termin bekommen. Mit dem Familienimpftag am 22. Januar haben wir den uns bis jetzt gemeldeten Bedarf komplett gedeckt. Sollte uns das Land weiteren Bedarf melden, bieten wir selbstverständlich auch weitere Termine für Familien an.  

Wie steht es um Schulimpfungen?

Derzeit bereitet das gemeinsam von Stadt Trier und Kreis Trier-Saarburg betriebene Impfzentrum ein Vor-Ort-Angebot für alle weiterführende Schulen in Stadt und Kreis vor. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler über zwölf Jahre, als auch an Lehrerinnen und Lehrer und anderes Personal. Um Bedarf und Möglichkeiten abzuklären, sind wir gerade dabei, alle Schulen kontaktieren.