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Corona-Klinik Trier wechselt in Bereitschaftsmodus

Gesundheit : Keine akute Infektion mehr in Trier – Corona-Klinik wechselt in Bereitschaftsmodus

Der Normalbetrieb am Mutterhaus Nord wird wieder hochgefahren. Für Covid-19-Fälle bleiben eine Abteilung und die Intensivstation reserviert.

Die positive Tendenz bei den bestätigten Infektionszahlen hält an. „Wir haben aktuell keine infizierten Patienten im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus“, bestätigt am Dienstag Dr. Christian Sprenger, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus. „Wir werden die Klinik wieder sukzessive zum Mutterhaus Nord zurückverwandeln.“

Ganz verschwinden wird die Corona-Klinik allerdings nicht, auch wenn das große Transparent an der Fassade bereits abgehängt worden ist. Nach den noch laufenden kleineren Renovierungsarbeiten, vor allem der Boden muss saniert werden, soll ab der kommenden Woche nur noch der ehemalige Bereich der Kurzzeitpflege für Covid-19-Patienten bereitgehalten werden. Zusätzlich bleibt die Intensivstation mit ihren 24 Plätzen ausschließlich für diesen Zweck in Reserve.

„Wir halten also weiterhin sicherheitshalber 20 Prozent der Intensivkapazitäten für das Klinikum Mutterhaus und das Brüderkrankenhaus für Covid-19-Fälle bereit“, sagt Sprenger. Offiziell verpflichtet sind die Kliniken dazu bislang zwar nur bis Ende Juni. Eine Verlängerung halten aber die Verantwortlichen beider Einrichtungen für wahrscheinlich (TV vom 22. Mai).

Innerhalb weniger Stunden kann demnach der Betrieb der Corona-Intensivstation wieder aufgenommen werden. Die Trierer Kliniken haben vom Land eine koordinierende Funktion für die gesamte Region erhalten und die Entwicklung im Blick: Auch insgesamt greifen inzwischen die Vorsichtsmaßnahmen wie Abstandsregeln und Schutzmasken.

Die Rückkehr zum Normalbetrieb im Mutterhaus Nord hat auch deshalb bereits begonnen. Räumlich weit von dem Corona-Bereich entfernt und durch die komplett getrennte Wegeführung im Gebäude sicher erreichbar, werden dort bereits wieder internistische Patienten, Schmerzpatienten und psychosomatisch erkrankte Menschen behandelt. Nach Aussage von Christian Sprenger wird in der kommenden Woche auch wieder in begrenztem Umfang die Abteilung für Geriatrie (Altersmedizin) ihre Arbeit aufnehmen. Der Bereich Kurzzeitpflege war bereits vor der Corona-Pandemie dauerhaft in die Seniorenresidenz St. Peter in Ehrang verlegt worden.

Doch vorbei ist die Corona-Pandemie trotz der zurückgehenden Zahlen in der Region Trier noch nicht. Deshalb bleibt auch die Fieberambulanz in Trier-Ehrang (Telefon 0651/9679100) weiterhin in Betrieb. Inzwischen hat die Praxis Dr. Parth/Gutmann (Unter dem Dostler 2) allerdings nicht mehr durchgehend geöffnet, wie noch vor wenigen Wochen.

Das Kreiskrankenhaus in Saarburg hat aufgrund der zurückgehenden Infektionszahlen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Kreisverwaltung die Fieberambulanz am 30. Mai bis auf Weiteres geschlossen. Seit dem Start des Angebots am 19. März sind dort nach Angaben der Klinik rund 700 Personen auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden, zusätzlich zu den Tests von Patienten vor Operationen.

Auch die von niedergelassenen Hausärzten betreute Fieberambulanz in Hermeskeil ist bereits seit mehreren Tagen im Bereitschaftsmodus. Im Verdachtsfall können sich Betroffene an die Hermeskeiler Praxis von Dr. Nicole Nothardt wenden. Die Ambulanz in der Halle der Berufsschule kann dann nach Angaben der Kreisverwaltung kurzfristig wieder für Tests genutzt werden. Die Telefonhotline des Gesundheitsamts ist über die Behördennummer 115 erreichbar, seit Pfingsten aber nur noch an Werktagen. Die Mitarbeiter sind montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis13 Uhr erreichbar.