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Corona-Kontrollen in Trier: „Die Menschen haben verstanden“

Pandemie : Corona-Kontrollen in Trier: „Die Menschen haben verstanden“

Die Stadt Trier hat sich am landesweiten Kontrolltag beteiligt. Die gemeinsamen Streifen mit Landes- und Bundespolizei trafen zwar auch Passanten ohne Maske an. Die meisten hielten sich aber an die neue Maskenpflicht.

Beim landesweiten Kontrolltag zur Maskenpflicht hat das Ordnungsamt der Stadt Trier gemeinsam mit Beamtinnen und Beamten von Bundes- und Landespolizei am Samstag zahlreiche Menschen in der Innenstadt auf die neu geltende Maskenpflicht im Freien hingewiesen. Darüber hinaus gab es gesonderte Gastro-Kontrollen bis in die Nacht hinein. Die Bilanz ist aus Sicht der Stadt überwiegend positiv.

Die Beamtinnen und Beamten des Kommunalen Vollzugsdienstes waren ganztags vor allem in der Fußgängerzone unterwegs und sprachen die Passantinnen und Passanten gezielt auf die dort seit Samstag geltende Maskenpflicht auch im Freien an. Im Zeitraum zwischen 19 und 21 Uhr trafen die Streifen beispielsweise auf insgesamt rund 120 Menschen ohne Maske.

Angesichts der großen Anzahl von Menschen, die ganztags in der Fußgängerzone unterwegs sind und angesichts des ersten Tages der neuen Regelung sei dies ein zufriedenstellendes Ergebnis, heißt es von der Einsatzleitung. Die meisten Nicht-Maskenträger hätten aus Unkenntnis gehandelt und nicht, weil sie die Maskenpflicht ablehnten. Einsatzziel sei deshalb auch vorrangig die Kommunikation und die Schaffung von Problembewusstsein.

 Bundespolizeikräfte (Symbolbild) halfen bei den Kontrollen.
Bundespolizeikräfte (Symbolbild) halfen bei den Kontrollen. Foto: dpa/Martin Schutt

Auf ihre Ansprache hin hätten die Beamtinnen und Beamten durchweg positive Resonanz erhalten. Damit auch die Menschen, die die Regeln bisher noch nicht kennen, besser informiert werden, bereitet die Stadt eine umfassende Beschilderung für die Fußgängerzone vor.

Bis in die Nacht hinein kontrollierte das Ordnungsamt zudem zahlreiche Gastronomie-Betriebe. Auch für die Gastronomie gelten seit Samstag neue Regeln: Ab 24 Uhr darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden, weder innerhalb von Kneipen und Restaurants noch an anderen Verkaufsstellen (z.B. Tankstellen). Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten bis 1 Uhr insgesamt 24 Betriebe vom Restaurant bis zu mehreren Shisha-Bars. Bei der Kontaktdatenerfassung wurden laut Stadtverwaltung im Vergleich zu vorigen Kontrollen deutliche Verbesserungen festgestellt. In wenigen Einzelfällen hatten Betriebe die Uhrzeiten beim Verlassen der Gaststätte nicht erfasst.

Bei den kontrollierten Listen gab es aber durchweg keine vorher auch schon aufgefallenen Fake-Einträge wie „Dagobert Duck“ mehr oder Telefonnummern wie 0815 oder 12345678.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Ordnungsdezernent Thomas Schmitt danken den Triererinnen und Trierern dafür, dass schon am ersten Tag der neuen Regelungen so gut mitgezogen worden sei. Ihr Fazit: „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Menschen verstanden haben, um was es bei der Bekämpfung der steigenden Infektionszahlen geht. Nur, wenn die Infektionsquellen zumindest weitgehend vom Gesundheitsamt nachverfolgt werden können, kann es gelingen, die unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Außerdem dankten beide den benachbarten Dienststellen von Bundes- und Landespolizeibehörden für die „reibungslose Zusammenarbeit“ sowohl in der Einsatzvorbereitung wie auch in der Abwicklung.