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Corona: Umfrage zum Thema Maskenpflicht in Trier

Das denken die Trierer : Maskenpflicht ja oder nein? Umfrage in Trier

Beim Einkaufen muss sie getragen werden, Mitarbeiter in der Gastronomie oder beim Friseur können darauf verzichten. Wie denken die Menschen in Trier und Umgebung über die Maskenpflicht? Eine TV-Umfrage bringt ein ziemlich eindeutiges Ergebnis.

Unsere Reporterin war unterwegs und hat Menschen gefragt: Glauben Sie, dass Masken weiter getragen werden sollten? Wo ist es vielleicht nicht mehr nötig? Und wie anstrengend empfinden Sie das Maske tragen eigentlich?

Reiner Krier, 64, Salmtal: „Ich finde, im Freien braucht man keine Maskenpflicht mehr. Bei größeren Menschenansammlungen oder in Geschäften sollte man sie aber beibehalten. Gerade wenn es warm ist oder ich in Geschäften ohne Klimaanlage bin, stört mich die Maske schon etwas. Außerdem kann man aufgrund der Maske viele Reaktionen seines Gegenübers nicht erkennen, sie bleibt immer ein Störfaktor.“

Liane Lorich, 64, Trier: „Ich finde, die Maskenpflicht sollte noch ein bisschen beibehalten werden. Es ist einfach alles noch zu unsicher. Deshalb trage ich sie auch zum Beispiel hier in der Fußgängerzone. Mich stört vor allem, dass man mit Maske nicht richtig reden kann und meine Brille ständig beschlägt.“

Frau Pennig, 35, Luxemburg: „Ich finde, die Maskenpflicht sollte beibehalten werden. Eigentlich stört mich die Maske nur bei längerem Tragen, sonst nicht. Ich bevorzuge aber auf jeden Fall die medizinischen Masken. Vor allem wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, trage ich sie auch im Freien.“

Björn und Christina W. (beide 37), Bochum: „Die Maskenpflicht sollte ganz klar beibehalten werden. Die Deltavariante kommt und auch als geimpfte Person kann man sich noch infizieren oder andere anstecken, das Risiko ist nur geringer. Wenn die Innenstädte wieder voller werden, sollte man auch dort die Maskenpflicht wieder einführen. Wir waren mit unseren Kindern auf einem Indoorspielplatz, da stören die Masken natürlich sehr. Da die Zahlen runter gehen und sich alles wieder normalisiert, passiert es uns jetzt auch häufiger, dass wir vergessen die Masken anzuziehen.“

Roy Otis, 35, Gusterath: „Ja, die Maskenpflicht sollte beibehalten werden. Zumindest solange bis die Pandemie vorbei ist, vorausgesetzt, das ist überhaupt möglich. Ich finde es gut, dass es am Arbeitsplatz die Möglichkeit gibt, mit ausreichend Abstand wieder ohne Maske zu arbeiten. Trotzdem trage ich die Maske fast immer, da meine Kinder nicht geimpft sind. Ich finde, man kann sich nicht an das Tragen von Masken gewöhnen, aber man akzeptiert es einfach, weil es momentan nun mal dazu gehört.“

Tim Eder, 22, Karlsfeld (Bayern): „Ich finde, draußen braucht man keine Maskenpflicht mehr, da macht es keinen Unterschied ob ich jetzt eine Maske anhabe oder nicht. An manchen Stellen finde ich die Maskenpflicht auch unnötig. Mich nerven die Masken eher, aber es gibt Schlimmeres. Gerade als Brillenträger ist es nervig, drinnen ständig nichts mehr zu sehen, weil die Brille beschlägt.“

Christian Arlt, 34, Trier: „Ich denke, die Maskenpflicht sollte auf jeden Fall noch beibehalten werden. Vor allem wegen der Unsicherheit mit der neuen Variante. Außerdem gibt es viele Leute, die nicht geimpft werden wollen oder können, wie zum Beispiel Schwangere oder Kinder. Gerade wenn viele Leute auf engem Raum sind, trage ich sie obwohl man es nicht müsste. Es passiert mir aber auch oft, dass ich einfach vergesse meine Maske wieder auszuziehen.“

Raphaela Kunz, 24, Trier: „Ich finde schon, dass die Maskenpflicht grundsätzlich beibehalten werden sollte. Ich bin prinzipiell für die Masken, aber gerade wenn es draußen so warm ist und hier in der Küche der Herd an ist, ist es sehr heiß unter der Maske. Deshalb habe ich mich heute vor meiner Schicht testen lassen und kann jetzt ohne Maske arbeiten. Das werde ich aber nicht jedes Mal machen. Trotzdem finde ich es cool, dass uns jetzt in der Gastronomie die Freiheit gelassen wird auch ohne Maske zu arbeiten.“

Thomas Heiß, 24, Fürstenfeldbruck (Bayern): „Gerade bei Großveranstaltungen oder wenn wieder Demos stattfinden, sollte man die Maskenpflicht schon beibehalten, da dort die Abstände nicht richtig eingehalten werden können. Bei uns in Bayern gilt ja sogar die FFP2-Maskenpflicht. Das ständige Masketragen ist zwar blöd, aber für kurze Zeit kein Problem. Prinzipiell finde ich, dass man sie draußen nicht mehr unbedingt braucht.“

Johannes Heitkötter, 73, Trier: „Ich persönlich bräuchte keine Maskenpflicht mehr, da ich zweimal geimpft bin. Aber ich fände es unfair gegenüber Personen, die gefährdet sind oder noch nicht geimpft werden können, wie zum Beispiel Kinder. Gerade wenn ich die Maske lange Zeit trage, muss ich sie zwischendurch ausziehen, um mal richtig Luft holen zu können. Es ist mir auch schon ein paar Mal passiert, dass ich meine Maske vergessen habe. Trotzdem halte ich mich an die Maskenpflicht und akzeptiere sie einfach.“

Fabienne Quintus, 42, Luxemburg: „Ich finde, die Maskenpflicht sollte aus Respekt zu anderen beibehalten werden. Als Krankenschwester musste ich mich schnell an die Maske gewöhnen, deshalb stört sie mich im Grunde gar nicht mehr. Draußen oder dort wo keine Maskenpflicht herrscht trage ich aber keine Maske mehr. Ich bin geimpft und mit genügend Abstand glaube ich reicht das.“

Christian Müller, 46, Trier, Inhaber des Friseursalons „Werkstatt 63“: „Es ist ein Zwiespalt. Am liebsten würde ich keine Maske mehr tragen, aber man will sich natürlich auch nicht anstecken. Offiziell kann man bei körpernahen Dienstleistungen mit tagesaktuellem Test auch ohne Maske arbeiten, aber das werde ich erst machen, wenn in der Öffentlichkeit mehr Verständnis dafür herrscht. Viele Kunden denken nämlich, sie könnten mit negativem Test oder weil sie geimpft sind auch ohne Maske kommen und dann bin ich immer in Erklärungsnot.

 Frau Pennig
Frau Pennig Foto: Leontien Heidemann
 Björn und Christina W.
Björn und Christina W. Foto: Leontien Heidemann
 Tim Eder
Tim Eder Foto: Leontien Heidemann
 Thomas Heiss
Thomas Heiss Foto: Leontien Heidemann
 Fabienne Qunitus
Fabienne Qunitus Foto: Leontien Heidemann

Außerdem ist das natürlich sehr viel Aufwand und Organisation. Mit der Maske habe ich mich mittlerweile arrangiert. Wenn man zehn Stunden am Stück arbeitet und dann auch noch ständig der Fön an ist, ist es schon sehr anstrengend, aber ich hoffe es geht irgendwann auch wieder ohne Maske.“