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Coronalage 3.1.2021 Trier Trier-Saarburg

Gesundheit : Drei weitere Tote in Zusammenhang mit Corona

Die Zahl von Patienten mit einer Infektion steigt weiter. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder gibt es nun ein internes Impfzentrum.

Drei weitere Menschen sind am Wochenende im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das hat die Kreisverwaltung Trier-Saarburg mitgeteilt. Zwei stammen aus dem Landkreis, einer aus der Stadt Trier.

Auch die Zahl der Infizierten steigt. Und zwar um 27. 21 wohnen im Kreis, sechs in der Stadt. Die Zahl der seit dem 11. März nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt damit auf 3856 (1425 in der Stadt Trier und 2431 im Landkreis Trier-Saarburg). Die 7-Tage-Inzidenz ist wieder gestiegen und liegt in der Stadt Trier bei 78 und im Landkreis bei 111,8 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohnern.

 63 Patienten aus dem Landkreis und der Stadt Trier befinden sich in stationärer Behandlung. 41 Patienten werden im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus Trier behandelt, elf im Kreiskrankenhaus Saarburg, acht im St.-Josef-Krankenhaus Hermeskeil und drei in anderen Krankenhäusern.

Unterdessen hat im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier am Samstag ein internes Impfzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Binnen 48 Stunden hatten die Verantwortlichen den Albertus-Magnus-Saal in eine Impfstraße verwandelt.

Obschon die Abläufe gleich reibungslos funktionierten, bildete sich vor dem Saal zeitweilig eine längere Schlange. „Ein sichtbarer Beleg für die hohe Impfbereitschaft in unserer Dienstgemeinschaft, die uns sehr freut“, sagt Hausoberer Leineweber. Tatsächlich hatten sich allein für das erste Wochenende im neuen Jahr mehr als 300 Mitarbeiter für eine Impfung angemeldet. „Unser Ziel ist es, zeitnah allen unseren rund 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, sich impfen zu lassen. Deshalb rechnen wir fest damit, dass wir bald weitere Lieferungen von Impfdosen durch das Land erhalten werden. Bis dahin konzentrieren wir uns in einem ersten Schritt auf das Personal, das in besonders patientennahen Bereichen zum Einsatz kommt“, erläuterte der Hausobere das Vorgehen.

 Geimpft wurden sie von Kollegen, die sich spontan dazu bereiterklärt hatten, im Impfzentrum zu helfen. „Ich freue mich über die hohe Impfbereitschaft in unserem Hause“, erklärte Professor Dr. Winfried A. Willinek, Ärztlicher Direktor des Brüderkrankenhauses. Ebenso wie sein Chefarzt-Kollege Professor Dr. Martin Bettag: „Ich habe sehr großes Vertrauen in den Impfstoff und in die Gremien, die das alles geprüft haben“, sagt der Neurochirurg.

Bei den Bewohnern des nahegelegenen Seniorenzentrums der Barmherzigen Brüder Trier lag diese Bereitschaft am Silvestertag bei rund 97 Prozent, und auch rund 95 Prozent der Mitarbeiter haben sich bereits impfen lassen oder hierzu bereit erklärt, bezifferte Heimleiter Daniel Knopp.