Dabei sein heißt Rechnen

TRIER. "Dabei sein ist alles" lautet das olympische Motto. Doch Basketballer Wilfried Heuser hat nicht nur eine Vorliebe für sportlichen Wettstreit, sondern begeistert sich auch für Mathematikwettbewerbe. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des "Mathematik-Olympiaden Vereins" und fördert den mathematischen Nachwuchs. Kürzlich erhielt er dafür einen Preis.

Richtig feierlich sei es zugegangen, Anfang Dezember in der noblen Münchner Residenz, berichtet Studiendirektor Wilfried Heuser. Dorthin hatte die Karl Heinz Beckurts-Stiftung den 58-Jährigen eingeladen, um ihm für sein außergewöhnliches Engagement für die Mathematik-Nachwuchsförderung den Lehrerpreis 2005 der Helmholtz-Gemeinschaft zu überreichen (der TV berichtete). Heuser, der seit 1991 am Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasium (AVG) Mathe, Informatik und Katholische Religion unterrichtet, erarbeitet alljährlich nicht nur die kniffeligen Aufgaben für die zweite Runde des Mathe-Landeswettbewerbs, sondern versorgt seine mathematisch begabten Schüler auch mit dem Material für die jährliche, bundesweite "Mathematik Olympiade". Die besten Tüftler aller Stufen kommen nach einer Schulrunde in die Bundesrunde. "Die Förderung begabter Schüler ist mir ein großes Anliegen", sagt der dreifache Vater und berichtet von einem weiteren Preis, den das AVG für einen Teilnehmerrekord am "Känguruh-Wettbewerb" vor zwei Jahren bekommen hatte. "Über 600 Schüler haben an diesem Wettbewerb teilgenommen." Neben dieser Leidenschaft und seinem Unterricht ist Wilfried Heuser für den Elternsprechtag und die Erstellung des gesamten Stundenplans zuständig. Auch Bildungspolitik und Lehrerfortbildung beschäftigen ihn. Beim Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung in Speyer referiert er regelmäßig im Fach Informatik und ist außerdem Mitglied im Bildungsausschuss des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz. In seiner Freizeit schwingt der gebürtige Ehranger gerne bei Standard- und lateinamerikanischen Tänzen mit seiner Frau das Tanzbein. Zudem musiziert er seit Kindertagen. Im Instrumentalkreis der Gemeinde St. Augustinus spielt er Bratsche und Tenorbanjo. Seine Basketballkarriere hat der Endfünfziger mittlerweile an den Nagel gehängt, nachdem er während seines Studiums in Bonn und später beim TV Ehrang jahrelang Körbe geworfen hat. "Das beschränkt sich jetzt auf eine Jahreskarte bei der TBB, aber ich fahre täglich mit dem Fahrrad von der Tarforster Höhe zur Schule. Das hält mich fit."

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