Dachmarke Mosel kommt im Herbst

Dachmarke Mosel kommt im Herbst

TRIER. Die Schaffung mehrerer Kompetenzregionen nach dem Vorbild der Zukunftsinitiative und Dachmarke Eifel – das ist die Vision von Hugo Kohl und seiner FWG Trier-Saarburg (der TV berichtete). Die Reaktion von Landrat Günther Schartz unterstreicht, wie viel Brisanz in diesem Thema steckt. Schartz kündigt die Dachmarke Mosel für den Herbst an.

Am Anfang steht eine deutliche Aussage des Landrats. "Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat bisher neben der Beteiligung an der Zukunftsinitiative Eifel auch die Erarbeitung von Entwicklungskonzepten für die Regionen Mosel-Saar-Ruwer und Hunsrück/Hochwald nachhaltig unterstützt und wird dies auch künftig tun." Präziser: Im Bereich Mosel-Saar-Ruwer arbeiten seit sechs Jahren die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) Mosel und Moselfranken, "die finanziell und durch personelle Mitarbeit unterstützt wurden". Aufgrund der dort entwickelten Konzepte habe man Maßnahmen mit einem Fördervolumen von je 1,5 Millionen Euro durchführen können.Regelmäßige Moselkonferenzen

Seit Mai, so Schartz, wird am Konzept einer "Regionalinitiative Mosel" mit der Etablierung einer Dachmarke Mosel und der Durchführung regelmäßiger Moselkonferenzen gearbeitet. Sie soll, nach Beratung in den Gremien, im Herbst 2006 mit Beteiligung des Kreises Trier-Saarburg gestartet werden. Der Trier-Saarburger Landrat: "Weinwirtschaft, Kultur und Tourismus sind die Kompetenzfelder und die Alleinstellungsmerkmale der Moselregion, die es gilt weiterzuentwickeln." Schartz legt Wert darauf, Saar, Obermosel und Ruwer sowie die saarländischen und luxemburgischen Nachbarn in die Regionalinitiative einzubinden, die Kooperation der bestehenden LAGs Moselfranken und Mosel zu verstärken und das Ganze mit dem regionalen Entwicklungskonzept der Region Trier abzustimmen.Entwicklungskonzepte im Hunsrück

Auch im Raum Hunsrück/Hochwald unterstütze der Landkreis Trier-Saarburg in Zusammenarbeit mit den betroffenen Verbandsgemeinden maßgeblich die Erarbeitung von Entwicklungskonzepten. Günther Schartz nennt Beispiele: die geplante Leader-LAG Hunsrück/Hochwald, das Regionalmanagement der Verbandsgemeinden Morbach, Thalfang und Hermeskeil, der Zweckverband Konversion Hermeskeil, der Naturpark Saar-Hunsrück und die Hunsrück-Touristik GmbH. "So wird zur Zeit unter Federführung der Kreisverwaltung Trier-Saarburg zur Förderung aus dem Leader-Programm 2007 bis 2013 ein gebietsbezogenes integriertes Entwicklungskonzept für den Hunsrück/Hochwald-Bereich der Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld erarbeitet." Darüber hinaus fördere der Landkreis zur touristischen Bewerbung und Vermarktung des Hunsrücks die Hunsrück-Touristik-GmbH. "Der Landkreis Trier-Saarburg unterstützt ebenfalls die nachhaltige Entwicklung des Naturparks Saar-Hunsrück", ergänzt Schartz. Umweltbildungs- und Infoprojekte werden auf beiden Seiten der Landesgrenze umgesetzt. Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit sei auch - in Abstimmung mit der Hunsrück-Touristik-GmbH - der Premiumwanderweg "Saar-Hunsrück-Steig".