Daheim und nicht allein: Wohngemeinschaft für Senioren in Leiwen

Das ehemalige Kloster der Weißen Schwestern in Leiwen wird zu einer Wohngemeinschaft (WG) für Senioren umgebaut. Gleich daneben errichtet die Herbert- und Veronika-Reh-Stiftung eine Begegnungsstätte.

Leiwen. (alf) Der Club Aktiv wolle mit der Übernahme der Trägerschaft für den Bau der Seniorenwohnungen in Leiwen ein Zeichen setzen, sagte Geschäftsführer Paul Haubrich anlässlich des Spatenstichs. Viele Anfragen zeigten, dass der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum sehr hoch sei.

Im Frühjahr 2012 soll der Umbau des alten Klosters der Weißen Schwestern zur Senioren-WG beendet sein. Ältere Bewohner des Ortes, die nicht mehr alleine leben können, sollen dann in den Appartements und den Gemeinschaftsräumen wohnen können und versorgt werden. Pflegeleistungen werden von der Sozialstation vor Ort erbracht.

"Diese Wohnform kommt vielen Leuten mehr entgegen als ein Heim", sagte Kreisbeigeordneter Manfred Wischnewski. Der Lebensabend könne sehr flexibel gestaltet werden.

"Die Senioren wünschen sich doch nichts sehnlicher, als im Alter daheim bleiben zu können", bemerkte Leiwens Ortsbürgermeister Claus-Peter Feller. Er dankte der Kirchengemeinde für die Bereitstellung von Gebäude und Grundstück sowie der Herbert- und Veronika-Reh-Stiftung für die Finanzierung der Begegnungsstätte. Pastor Jürgen Fuhrmann segnete das Gebäude und erinnerte an das caritative Wirken der Schwestern, die die Bewohner medizinisch versorgten: "Der urchristliche Sinn dieser Einrichtung wird fortgesetzt. Das ist ein Glücksfall für Leiwen."

Der Umbau des Gebäudes (siehe Extra) soll im Frühjahr nächsten Jahres beendet sein. Die verkehrsmäßige Erschließung erfolgt über eine Zufahrt aus Richtung Kirchvorplatz. Das Nachbarhaus, das ehemalige Pfarrheim, soll später eventuell als Tagespflege-Einrichtung genutzt werden. EXTRA

Hausgemeinschaft LeiwenBauherr und Träger: Club Aktiv Trier Bauvolumen: Geplant sind auf 430 Quadratmetern zwölf barrierefreie Appartements mit jeweils 20 bis 25 Quadratmeter Wohnfläche, einem etwa 60 Quadratmeter großen, offen gestalteten Gemeinschaftsbereich mit Wohnküche, Ess- und Wohnräumen. Ferner gibt es Wirtschafts- und Besuchsräume, einen Raum für Assistenten und ein Pflegebad. Am Westgiebel wird ein Aufzug eingebaut. Kosten: Umbau Altbau und Außenanlagen im ehemaligen Pfarrgarten: rund 700 000 Euro, Begegnungsstätte: rund 160 000 Euro. (alf)