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Damit der Kraftakt leichter wird

Damit der Kraftakt leichter wird

Manuela Gores’ Weihnachtswunsch: eine ebenerdige Dusche, Waschbecken und Toilette, so dass die zierliche Alleinerziehende ihren schwerbehinderten Sohn leichter pflegen kann. TV-Leserinnen und- Leser können mithelfen, damit das Bad behindertengerecht umgebaut werden kann.

Gusterath. Donnerstagnachmittag, Einliegerwohnung in Gusterath, es klingelt. Der Busfahrer streckt Manuela Gores Alexanders Schulranzen und einen Infusionsständer entgegen. Der Zehnjährige sitzt noch im Rollstuhl im Kleinbus, eine Rampe ist ausgelegt, sie überbrückt die Stufen zur Wohnung. Manuela Gores, 47 Jahre alt, alleinerziehend, zierlich, schiebt ihren Sohn durch den Flur ins Wohnzimmer. So wie jeden Werktagnachmittag nach Schulschluss in der Treverer-Schule und der Heimfahrt im Bus. Sie schält den Zehnjährigen aus dem Fußsack, der Daunenjacke und der Weste. Mehrmals muss sie Alexanders Kopf richten, er fällt immer wieder zur Seite. "Wie war es in der Schule?", fragt die Mutter ihren Sohn, wohlwissend dass er ihr nicht antworten kann. Sie gibt die Antwort selbst: "Heute war es schön, das sehe ich dir an." Er gluckst, lacht viel an diesem Nachmittag. Alexander kam im Januar 2006 als Frühchen zur Welt. 620 Gramm hat er bei seiner Geburt gewogen und die Hälfte seines Lebens bisher in Krankenhäusern verbracht. Er kann nicht laufen, nicht sprechen, ist blind und wird künstlich ernährt. Alle zwei Wochen erhält Alexander eine sogenannte Erhaltungsversorgung eines Kinderpalliativ-Teams aus dem Saarland. Vom ersten Tag an pflegt und betreut Manuela Gores ihren Sohn ohne Vater an ihrer Seite. Dabei ist sie selbst krank: Diabetikerin, Herzinfarkt vor knapp zwei Jahren, am 11. Januar wird sie operiert, die Diagnose ist noch unklar. Gründe, weshalb sie nicht arbeiten kann und auf Arbeitslosengeld angewiesen ist.An diesem wie an vielen Tagen ist Manuela Gores alleine verantwortlich für ihr Kind: Sie hat Alexanders Mahlzeit schon vorbereitet: Die Sondernahrung hängt am Infusionsständer. Aus dem Schulranzen fischt sie ein Geschenk und ein Buch. Die Lehrerin hat darin unter anderem notiert, dass der Nikolaus in der Schule war, wann Alexander inhaliert hat, wann Medikamente gegeben wurden und dass er gut gelaunt war. Seit September wohnt die Mutter mit ihrem Kind in der frei gewordenen Einliegerwohnung in ihrem Elternhaus. Das Problem: Sie muss Alexander, er wiegt rund 30 Kilo und ist 1,20 Meter groß, aus dem Rollstuhl oder seinem Pflegebett hieven und ihn ins Bad tragen. Ein Kraftakt für die 1,55 Meter große Frau, die nur 42 Kilo auf die Waage bringt. "Oft bin ich danach voll im Unterzucker und nass geschwitzt", sagt sie. Ein behindertengerechter Umbau des Bades in Nähe von Alexanders Zimmer würde seine Pflege enorm erleichtern. Während Manuela Gores aus ihrem Alltag erzählt, ist die "Mahlzeit" beendet. Zeit zum Inhalieren, um Medikamente zu geben und zum Kuscheln. Gegen 19.30 Uhr braucht sie noch einmal viel Kraft, wenn sie Alexander ins Bett legt. "Geht er ins Bett, dann gehe ich aber auch grad", sagt sie. Denn auch nachts muss sie raus und um halb sechs morgens wieder fit sein für ihren Jungen, der hundertprozentig auf Hilfe angewiesen ist. Silvester kann Manuela Gores kurz verschnaufen. Mutter und Kind verbringen ein paar Tage im Kinderhospiz in Olpe, bevor der Alltag wieder beginnt.TV-Leserinnen und Leser können das "Meine Hilfe zählt"-Projekt "Spende für ein behindertengerechtes Bad" unter der Nummer 50333 finanziell unterstützen - und mit jedem Euro dazu beitragen, dass der Kraftakt rund um Alexanders Pflege für die Alleinerziehende leichter wird. katDer Verein Lichtblick Bitburg unterstützt schwerkranke, behinderte und in Not geratene Kinder in unserer Region. Weitere Infos unter <%LINK auto="true" href="http://www.verein-lichtblick.de" text="www.verein-lichtblick.de" class="more"%>Extra

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