Dank für Erste Hilfe

Eine Autofahrerin aus Langsur bedankt sich bei einigen Lesern für die Hilfe, die ihr nach einem Unfall auf der B 418 zuteil wurde. Gleichzeitig fordert sie dazu auf, Erste Hilfe zu leisten, wenn es notwendig ist.

Viele Autofahrer sehen den zum Erwerb der Fahrerlaubnis erforderlichen Lehrgang als so genannte Pflichtübung an. Meist im Alter von 18 Jahren einmal durchgeführt, soll er allen Notsituationen trotzen. Als Opfer eines Verkehrsunfalles am 18. Dezember habe ich, wie vermutlich auch andere Verkehrsteilnehmer vor mir, festgestellt, dass oftmals Autofahrer, die mit einem Unfallgeschehen konfrontiert werden, nicht, nicht richtig oder nur zögerlich zur Hilfe bereit sind. Ich bin an diesem Tag gemeinsam mit einer Freundin unterwegs von Langsur-Mesenich nach Trier gewesen. Gegen 18.05 Uhr wurden wir auf der B 418 zwischen Mesenich und Langsur Opfer eines Frontalzusammenstoßes. Nach dem Aufprall haben wir beide trotz starker Schmerzen aus eigener Kraft das völlig zerstörte Fahrzeug verlassen können. Ich war froh, dass kurz nach dem Unfall ein Fahrzeug sich der Unfallstelle näherte. An dieses Fahrzeug, dass vor der Unfallstelle anhielt, bin ich heran getreten, habe an die verschlossene Fahrertür geklopft und um Hilfe gebeten. Vom Fahrer und seiner Beifahrerin wurde weder die Seitenscheibe geöffnet noch in anderer Form Hilfe geleistet. Wegen meiner starken Schmerzen habe ich mich neben das Auto gelegt. Auch dies veranlasste die Insassen nicht, mir zu helfen. Zwischenzeitlich waren aus beiden Richtungen weitere Fahrzeuge an die Unfallstelle gekommen, die anhielten und halfen. Ich bin der Meinung, dass Erste Hilfe am Unfallort nicht nur die Fertigkeit zum Anlegen von Verbänden und/oder anderer möglicherweise lebensrettender Maßnahmen ist. Zur Ersten Hilfe zählt auch das sofortige Absichern der Unfallstelle und derartige Hilfe, die mir persönlich von drei Frauen, die unterwegs zu einer Weihnachtsfeier waren, zuteil wurde. Ich möchte mich besonders bei den Frauen aus Könen, Newel und Schoden für diese Hilfe bedanken. Bedanken möchte ich mich aber auch bei den beiden Helfern aus Mesenich und Grewenich. Auch wenn ich bereits mehrere Erste-Hilfe-Kurse besucht habe, werde ich mich nach meiner Genesung zu einem weiteren Kurs anmelden. Sicherlich haben einige Autofahrer Angst, bei der Ersten Hilfe etwas falsch zu machen. Der erste Schritt, diese Angst zu überwinden, wäre der Besuch eines Auffrischungskurs. Ingrid Artz, Langsur