Dank vieler Spender aus der Region können Schüler im ruandischen Musanze bald zusammen musizieren

Dank vieler Spender aus der Region können Schüler im ruandischen Musanze bald zusammen musizieren

Kleine Meldung, große Wirkung. Dass Johannes Zeimet aus Gusterath - der seit August an einer Schule in Ruanda unterrichtet - Instrumente für eine Schulband sucht, hat offenbar viele Menschen angesprochen. Und viele TV-Leser haben Gitarren, Ukulelen und andere Instrumente gespendet. Und die gehen jetzt auf die Reise nach Afrika.

Gusterath. Damit hat Familie Zeimet nicht gerechnet. Nach der Meldung im TV "Gitarren für afrikanische Band gesucht" haben viele Menschen in Gusterath angerufen und ihre Instrumente für das Projekt angeboten. Vater Gereon ist mehr als 300 Kilometer gefahren, um sie abzuholen. Auch Sohn Peter Zeimet und seine Freundin Samia Yousef haben mitgeholfen. "Familien aus Bitburg, Rittersdorf, Detzem, Metzdorf, Trier, Ehrang, Konz, Greimerath, Saarburg-Beurig, Serrig, Korlingen und Föhren haben Instrumente gestiftet", listet Zeimet auf.Aktion wird fortgeführt


"Wir haben viel Begeisterung erfahren. Die Leute sind froh, bei etwas Greifbarem mitzumachen." Bei Geldspenden wüssten sie oft nicht, wo das Geld bleibt, berichten Peter und Samia von ihren Gesprächen mit den Spendern. Unter den Instrumenten befinden sich auch einige Besonderheiten - wie eine Trommel, die aus einem kleinen Heizkessel gefertigt wurde. "Bei den Gitarren sind gute Marken darunter wie Ortega, Yamaha und sogar eine Framus", sagt Gereon Zeimet begeistert. Framus ist ein ehemaliger deutscher Gitarrenhersteller. Der Familienvater weiß, wovon er spricht, denn er spielt selbst - wie Sohn Peter auch - in einer Band.
Nicht alle Instrumente sind gleich einsatzbereit. Bei manchen muss die Familie neue Saiten aufziehen. Das Trierer Musikhaus Reisser hat Saiten dafür gestiftet. Das Musikhaus Kröger spendete Rhythmuströmmelchen für die Schulband.
Als Nächstes werden die Zeimets die Gitarren in Folie wickeln und in Kartons verstauen, damit sie heil nach Afrika gelangen. Für den Transport der Instrumente hat die Kölner Walter-Kaminski-Stiftung einen Zuschuss von 500 Euro zugesagt.
Johannes Zeimet ist über das Engagement für sein Schulprojekt begeistert. Er wartet im ruandischen Musanze - einer Stadt mit etwa 70 000 Einwohnern - auf die erste Sendung. Dann wird er seine Schüler unterrichten. Und er möchte den Spendern im fernen Deutschland ein Feedback geben. Alle sollen einen Brief als Dankeschön erhalten. Währenddessen rufen immer wieder Leute in Gusterath an,und wollen Instrumenten abgeben. Und Gereon Zeimet versichert: "Das Projekt geht weiter."