... dann fällt der Vogel um

Der Vogel fällt noch vor den Flügeln: Wilfried van den Woldenberg wird zum vierten Mal Schützenkönig der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kordel und wird anschließend mit allen Ehren gekrönt.

Kordel. Traditionellerweise werden beim Königsschießen der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kordel zunächst der Rechte und der Linke Ritter ausgeschossen, indem man die Flügel eines Holzadlers abschießt. Erst danach kommen die Beine ins Visier. Wer den Vogel abschießt, trägt für ein Jahr die Würde des Schützenkönigs. In diesem Jahr ist dies Wilfried van den Woldenberg, Brudermeister des Vereins, der nun zum vierten Mal, mit einer kleinen Unterbrechung, Schützenkönig wurde.
Nach beachtlichen 218 Schuss wurde Egbert Losen Rechter Ritter. Doch dann gab es eine Überraschung. Nach nur 50 Schuss auf den zweiten Flügel kippte der ganze Vogel. So etwas hat es in der ganzen Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. Linker Ritter wurde Franz Knötgen, der letzte Schütze vor Wilfried van den Woldenberg, in der ausgelosten Reihenfolge. Gekrönt wurde der neue Schützenkönig in der St.-Amandus-Kirche, festlich gestaltet vom neuen Präses des Schützenbezirksverbands Trier, Pfarrer Edwin Prim, und dem Kirchenchor St. Amandus Kordel.
Nach dem Festamt trafen sich die befreundeten Schützenvereine aus Ehrang, Irsch, Konz, Kröv, Lampaden, Mehring, Neumagen, Osann, Trier, Welschbillig und Wustweiler zur Feier mit den neuen Majestäten am Schützenhaus.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, und der Musikverein Kordel unter der Leitung von Marco Bamberg spielte auf.