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"Dann habe ich gemerkt, dass ich mehr mit Menschen machen will"

"Dann habe ich gemerkt, dass ich mehr mit Menschen machen will"

Peter Marx, 21, FSJ im Jugend- und Kulturzentrum Exzellenzhaus in Trier-Nord: "Nach meinem Fachabitur habe ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht, später aber gemerkt, dass ein Beruf im sozialen Bereich besser zu mir passt.

Mir gefällt die Arbeit nahe am Menschen. Mein neues Ziel: Soziale Arbeit studieren. Ein FSJ kann dafür angerechnet werden und macht sich gut im Lebenslauf. Außerdem dient es als Ersatz für den Zivildienst. Die Arbeit mit Menschen, vor allem Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten, stellt für mich eine besondere Herausforderung dar. Deswegen wollte ich auch unbedingt ins Exzellenzhaus. Ich will mit den jungen Menschen arbeiten und mich für sie einsetzen, dafür sorgen, dass sie verschiedene Perspektiven fürs Leben haben."

Manuel Kramp, 23, FSJ im Haus auf dem Wehrborn, ein Kinder- und Jugendhilfezentrum in Aach: "Auch ich habe nach meinem Fachabi eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Die Lehre habe ich beim Bistum absolviert. So hatte ich natürlich gleich den Draht dorthin. Drei Jahre lang habe ich meinenBeruf ausgeübt, bevor ich gemerkt habe, dass ich mehr mit Menschen machen will und muss. Mein Plan ist, Soziale Arbeit zu studieren. Um nicht ganz blind ins Studium zu rennen, wollte ich Praxiserfahrung sammeln. Ein Kinder- und Jugendhilfezentrum, das Schule, Ausbildung sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie verbindet, verschafft mir ganz sicher den nötigen Einblick. Nach diesem FSJ weiß ich bestimmt, wohin mein Lebensweg führen soll."

Bianca Wick, 19, FSJ bei der Baby- und Krabbelstube Trier-Nord: "Ich konnte mich nach meinem Abschluss an der Realschule einfach nicht entscheiden. Sollte ich Altenpflegerin oder Erzieherin werden? Das sind zwei völlig gegensätzliche Berufsfelder. Also habe ich erst einmal mehrere Praktika in verschiedenen Altenheimen gemacht, um dort schon mal die nötige Praxiserfahrung zu sammeln. Dann fehlte natürlich noch die Chance, die Arbeit mit Kindern hautnah kennenzulernen. Also habe ich mich dafür entschieden, ein FSJ zu machen. Bekannte informierten mich darüber, dass das Bistum Träger vieler FSJ-Einsatzbereiche ist. Hier habe ich dann den Wunsch geäußert, mit Kindern arbeiten zu dürfen. Er wurde erhört. Bald geht's los in der Baby- und Krabbelstube Trier-Nord."

Lara Kronz, 16, Treverer-Förderschule Trier: "Mir war eigentlich schon immer klar, dass ich mal etwas mit Kindern machen will. Vor allem mit Kindern, die eine Behinderung haben. Mit ihnen zu arbeiten, ist für mich die Herausforderung. Es ist einfach toll und interessant, die Entwicklung der Kinder sehen und verfolgen zu können. Nach meinem Realschulabschluss habe ich in der Treverer-Schule bereits ein Praktikum absolviert. Danach habe ich mich dort sofort für einen Platz in der Erziehungsschule beworben. Leider hat man mir abgesagt. Ich wollte aber unbedingt dorthin und weiter mit den Kindern arbeiten.

Deswegen habe ich mich für ein FSJ in der Treverer-Schule entschieden."

Tamara Weber, 19, Bischöfliches Gerneralvikariat: "Während der Schulzeit hatte ich große Pläne. Als es dann nach dem Abi ernst wurde, konnte ich mich aber doch nicht festlegen. Da kam mir die Idee mit dem FSJ. Und weil ich seit zehn Jahren bereits Messdienerin bin, war das Bistum meine erste Anlaufstelle. Nach einem Probetag in einer Kinderkrippe habe ich mir noch die Sozialen Lerndienste des Bistums angeschaut. Und als ich das mit der "Tonpost", der Arbeitsstellte mit blinden und sehbehinderten Menschen hörte, war klar, dass ich da hin wollte. Das Einsatzgebiet klingt sehr spannend. Ich bin sicher, dass ich auch sehr viel über mich selbst herausfinden werde." (kne)