Das (fast) unbekannte Organ

Die Schilddrüse ist ein Organ, das die meisten Menschen nicht einmal kennen. Sie ist normalerweise etwas zweimal daumengroß und liegt am Hals vor dem Kehlkopf. Ohne die Hormone, die die Schilddrüse in den Blutkreislauf abgibt, funktioniert im menschlichen Organismus nicht mehr viel.

Die Herzschlagfrequenz und die Schlagkraft des Herzens, die Körpertemperatur, der Energieverbrauch der Zellen, die Arbeit der Muskulatur, das Wachstum und die Reifung der Organe und des Gehirns sowie letztlich sogar der Fortpflanzung des Menschen werden mit Hilfe der Schilddrüsenhormone beeinflusst. Wenn da zu viele oder zu wenige Schilddrüsenhormone zur Verfügung stehen, können vielfältige Krankheitsbilder aufkommen. Bei einem Überangebot an Schilddrüsenhormonen läuft "der Motor heiß". Bei zu wenig Schilddrüsenhormon kommt es zu einem verminderten Stoffwechsel. Daneben kann die Schilddrüse - völlig unabhängig vom Umfang der Hormonabgabe - vergrößert (Kropf), normal groß oder sogar zu klein sein. In der Schilddrüse können sich außerdem auffällige Gewebsbezirke (Knoten) bilden. Da die Betroffenen in fast allen Fällen den Beginn einer Schilddrüsenerkrankung selber nicht bemerken, sollte das Blut zumindest einmal im Jahr auf den Zustand dieses Organ hin untersucht werden. Daneben ist es sinnvoll, die Schilddrüse abzutasten oder eine Ultraschall-Untersuchung machen zu lassen. Über eine passende Therapie - bei Feststellung einer Erkrankung der Schilddrüse - wird Sie Ihr Arzt fachkundig beraten. Dr. Ulrich Laurenz, Trier, Facharzt für Innere Medizin

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