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Das kleine Volkstheater tritt nach lange Corona_Pause wieder auf

Volkstheater : Über Römerstreit und Apfelwein – Kleines Volkstheater tritt wieder auf

Das kleine Volkstheater ist nach langer Corona-Pause wieder da. Anlässlich der diesjährigen Landesausstellung spielt es ein neues Mundartstück. Wie schmerzlich die Zwangspause während der Corona-Pandemie war und worauf sich die Menschen jetzt freuen dürfen.

„Roemerzoores on Aebbelbaamstie“, so lautet das neue Mundartstück von Birgit und Helmut Leiendecker, das Mitte Juli erstmals im Kasino am Kornmarkt aufgeführt werden soll. Angepasst an die diesjährige Trierer Landesausstellung unter dem Motto „Der Untergang des Römischen Reiches“ erwartet die Besucher eine Aufführung rund um die Treverer, die Römer und den Apfelwein. Auch eine neue Kaiserstadt soll an der Mosel errichtet werden. Wenn es nach Quantus Porzus (Helmut Leiendecker), Wirt der Schenke „Zur fetten Otter“ und seinen Freunden geht, gibt es natürlich nur einen Ort, der dafür in Frage kommt.

Dass es jedoch dieses Jahr zur Aufführung des Mundartstücks kommen kann, ist nicht selbstverständlich, wie Helmut Leiendecker sagt. „Das Volkstheater als Aufführungsort mussten wir leider wegen Corona aufgeben. Die laufenden Kosten waren einfach zu hoch.“ Nun sei es schwierig, wieder neu Fuß zu fassen. „Die Leute müssen wissen, dass wir zurück sind und es jetzt wieder los geht“, sagt der Stücke-Schreiber des Volkstheaters.

Dankbar seien Leiendecker und seine Kollegen vor allem Toms Wood Depot im Speyer, wo die Schauspieler nun seit einem halben Jahr ihre Proben abhalten dürfen. Auch ohne den Verein Palais seien die Aufführungen und Proben so nicht möglich gewesen. In einer Kooperation haben sie geholfen, das Bühnenbild zu bauen. „Palais e.V. und Toms Wood Depot waren unsere Bluttransfusion und haben uns überleben lassen“, zeigt sich Leiendecker erleichtert.

Schauspielerische Ausfälle haben die Verantwortlichen aufgefangen, indem sie das Theaterstück offiziell in eine szenische Lesung umgewandelt haben. „Die Texte der ausgefallenen Schauspieler werden gelesen. Trotzdem wird unser Stück zu 90 Prozent aus Theater bestehen“, sagt Helmut Leiendecker.

Das kleine Volkstheater Trier besteht seit 1990. Bis Corona haben die Schauspieler all die Jahre durchgespielt. Die zweijährige Pause habe allen Beteiligten sehr weh getan. Jetzt seien sie umso glücklicher, dass es endlich weitergeht. In den letzten beiden Jahren haben die Schauspieler vor allem die Nähe zum Publikum vermisst. „Wir lieben es, nah am Publikum zu spielen und direkt ihre Reaktionen auf unsere Handlungen auf der Bühne zu sehen“, sagt Leiendecker.

Ob die Treverer ihre Stadt letztendlich bekommen und welche Überraschungen, Konflikte und Lacher das Aufeinandertreffen mit den Römern bereithält, erfahren alle Interessierten in der ersten Vorstellung am 17. Juli im Kasino am Kornmarkt. Zwei weitere Aufführungen folgen am 23. und 24. Juli. Auch das Stück „Muusel-Piraten“ soll noch dieses Jahr seine Premiere feiern.