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Das Nadelöhr an der Ehranger Brücke wird noch enger

Einspurige Verkehrsführung : Das Nadelöhr an der Ehranger Brücke wird noch enger

Erst wird ab Mittwoch die Ehranger Brücke saniert, anschließend geht es im Trierer Norden richtig los.

Gut zehn Jahre muss die Ehranger Brücke noch halten. Dann soll eine neue Konstruktion die Mosel überspannen. Damit die aus den 50er Jahren stammende aktuelle Brücke nicht schlapp macht, sollte sie innerhalb von 39 Monaten fit für den Rest ihrer Tage gemacht werden  (der TV berichtete). Doch es kommt anders. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Verkehrsbehinderungen gibt. Denn ab Mittwoch, 10. April, wird auf der Brücke gearbeitet.

Nach Auskunft des zuständigen Autobahnamts des Landesbetriebs Mobilität (LBM) muss wegen akuter Fahrbahnschäden gehandelt werden. „Die Verwerfungen im Fahrbahnbelag sind erheblich, so dass nun keine weitere Verschiebung der Arbeiten mehr möglich ist.“ In drei  Bauphasen wird die Verschleißschicht großflächig abgefräst und durch einen Gussasphaltbelag ersetzt. Schäden an der Brückenabdichtung unterhalb des Belags werden laut LBM gleichzeitig mit beseitigt.

So lautet der Plan für den ersten Tag der Bauarbeiten: Nachdem der Berufsverkehr am Mittwoch die Brücke passiert hat, soll gegen 9 Uhr die Gelbmarkierung aufgebracht und die Verkehrsführung aufgebaut werden. Pressesprecherin Birgit Küppers sagt: „Wir rechnen aufgrund der erhöhten Regenwahrscheinlichkeit mit Verzögerungen beim Einrichten der Baustelle. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen dann am Donnerstag.“ Zuerst wird die offenstehende Mittelnaht der Brücke saniert. Dazu wird der Verkehr jeweils über einen Fahrstreifen nach außen hin am Baustellenbereich vorbei geleitet.  An dieser einstreifigen Verkehrsführung wird sich auch für den Rest der Baustellenzeit nichts ändern.

Nach dem Aufbau der ersten Phase der Baustellenverkehrsführung beginnen die Arbeiten zunächst in der Brückenmitte. In der zweiten Bauphase werden die beiden verengten Fahrspuren seitlich auf eine Brückenhälfte verlegt und für Phase 3 auf die gegenüberliegende Seite durchgewechselt. Damit in allen Bauphasen Vollsperrungen vermieden werden, sind jeweils Umbau- und Markierungsarbeiten an der dreiphasigen Baustellenverkehrsführung erforderlich.

 Gutes Wetter vorausgesetzt, werden die Arbeiten laut Landesbetrieb vermutlich bis zum 30. April abgeschlossen werden. Die Ferienzeit sei dabei gezielt in die Bauzeit integriert worden. Es wird mit Baukosten in Höhe von rund 250 000 Euro gerechnet. Diese übernimmt der Bund als Straßenbaulastträger für die Bundesstraßen und Autobahnen.

Sobald die täglich rund 35 000 Fahrzeuge wieder auf vier Spuren die Mosel bei Trier-Ehrang queren können, geht es in Trier-Nord los. Denn die vergleichsweise niedrige Brücke der A 602 über den Verteilerkreis bereitet dem LBM Kopfzerbrechen. Deshalb soll nun die dringend notwendige  Sanierung im Anschluss an die Arbeiten in Ehrang beginnen. Die Straßenbehörde rechnet mit einer Gesamtbauzeit von rund zwei Jahren.

Die besondere Herausforderung dieser Baustelle besteht laut LBM darin, dass von vier Fahrstreifen voraussichtlich nur zwei zur Verfügung stehen werden. Am Bauwerk werden die Widerlager auf Trierer Seite komplett erneuert und die Unterseiten der beiden Überbauten instandgesetzt. Ferner wird an den Fahrbahnbelägen gearbeitet.

Zunächst soll die stadteinwärts führende Fahrbahn im Übergang von der Autobahn 602 zur Zurmaiener Straße in Trier-Nord gesperrt werden. Der Verkehr fließt dann in beide Richtungen auf dem anderen Fahrstreifen. Nach einer Winterpause geht das Spielchen im Frühjahr 2020 wieder von vorne los. Dann wird die stadtauswärts führende Spur gesperrt.

Das Nadelöhr an der Ehranger Brücke wird noch enger
Foto: TV/Schramm, Johannes

Wie das Autobahnamt Montabaur mitteilt, ist das westliche Widerlager der Brücke so stark beschädigt, dass es erneuert werden muss. Die Konstruktion weise starke Feuchtigkeitsschäden auf, es gebe Risse und Löcher im Beton. Zudem werden die Fahrbahnen erneuert, das östliche Widerlager wird ausgebessert.